Die 'Clinique Mobile Maisha' unterstützt von 'Doktor Omnibus'
In der Demokratischen Republik Kongo, eines der ärmsten Länder der Welt, leben 57 Millionen Menschen, davon allein neun Millionen in der Hauptstadt Kinshasa. Die medizinische Versorgung ist schlecht und erreicht lediglich einen Bruchteil der Bevölkerung. Der ärmsten Schicht in der Peripherie der Millionenstadt Kinshasa fehlt die Möglichkeit einen Arzt im Zentrum aufzusuchen - zu teuer der Transport, unbezahlbar die Untersuchung. Frauen sind durch Ihre soziale Stellung besonders betroffen. Neben der Säuglingssterblichkeit ist die Zahl der Frauen, die nach einer Geburt sterben, enorm hoch. Komplikationen bei Schwangerschaften gefährden das Leben der jungen Frauen und ihrer Kinder.
Prof. Dr. med. Dieudonné M.A. Sengeyi hat sich zum Ziel gesetzt etwas gegen diesen Zustand zu tun. Als ordentlicher Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universitätsklinik Kinshasa und Spezialist für Ultraschall-Untersuchung ist er bestens mit den medizinischen Herausforderungen der Demokratischen Republik Kongo vertraut. Er hat bereits mehrere Untersuchungen zur Müttersterblichkeit und deren Ursachen publiziert. Er hat im Jahre 2005 gründete er eine Non-Profit-Organisation, die in seinem Heimatland einen Beitrag dazu leisten soll eine nachhaltige und kostengünstige medizinische Grundversorgung aufzubauen: Die Clinique Mobile Maisha.
Die „Clinique Mobile Maisha" bringt die gynäkologische und allgemeinmedizinische Grundversorgung kostenfrei direkt vor Ort.
Diese mobile Klinik wird von Prof. Dr. med. Dieudonné Sengeyi in Zusammenarbeit mit der schweizer Partnerorganisation „Doktor-Omnibus" aufgebaut und ermöglicht die medizinische Versorgung von Kindern und Frauen in den armen Quartieren und Vororten der Hauptstadt Kinshasa, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
„Doktor Omnibus" (www.doktor-omnibus.ch) wird von befreundeten Ärzten aus der Schweiz und aus Deutschland geleitet. Die Aufgabe von „Doktor Omnibus" besteht in der Beschaffung von finanziellen und materiellen Spenden, die dem Auf- und Ausbau sowie den Betrieb der Clinique Mobile Maisha ermöglichen sollen. Neben Spenden aus der Schweiz sind die beiden Organisationen – Clinique Mobile Maisha und Doktor Omnibus – auch im Gespräch mit den kongolesischen Behörden um in Zukunft auch lokale Beiträge erhalten zu können.
Ein Minibus mit einem medizinischen Team ist mit Untersuchungsinstrumenten wie Ultraschall und Labor ausgestattet und wird von einem Gynäkologen geführt. Die Busse erreichen die Vororte von Kinshasa, aber auch abgelegene Dörfer in den Provinzen Bas-Congo und Badandu.
Zudem verfügt die Klinik über eine Basisstation. Hier können die Patientinnen bei Bedarf auch über mehrere Tage überwacht und behandelt werden. Die Einrichtung eines eigenen Operationssaals ist geplant. Es werden zudem Konsultationen bei Spezialisten oder Operationen in einem Zentrumsspital ermöglicht.
Ein vorrangiges Ziel ist ausserdem die Patientinnen und ihre Angehörigen für Themen wie Familienplanung und AIDS aufzuklären und zu sensibilisieren. Damit leistet die CMM einen Beitrag an die „Millennium Development Goals" der UNO. Diese umfassen unter anderem die Reduktion der Mütter- und Kindersterblichkeit, die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung von Frauen, die Bekämpfung von HIV und die Verbesserung der Stellung der Frau.
Lukas Hefermehl, Zürich den 22.10.2008