Fighter im Sprung
Die Carbon Fighter Serie erregte von Anfang an die Gemühter der Modellbau. Der Preis war eine Kampfansage an allem was zuvor da war. Die Einschnitte in Haltbarkeit, Qualität und Verarbeitung waren zu erwarten, dennoch vielen Einsteigern nicht bewusst.
Unter den Modellbauern war dies schon beim auspacken klar, dass die Carbon Serie nicht perfekt ist. Nur welches Modell in dieser Preis- und vor allem Dimensionsklasse ist das schon? Jeder Hersteller hat seine eigenen Probleme mit seinen Modellen. Bei der Carbon Serie wurde anfänglich erst Qualitätskontrolle beim Endkunden praktiziert. Dies rief viel Entrüstung auf den Plan.
Eigentlich wird hinter RtR Ready to Run vermutet, nur gilt hier Ready to Repair. Weiterführend gilt, dass es nicht Modellshowfahren sondern Modellbauen heißt. Der Verschleiß ist zudem abhängig vom Nutzungsgrad und Umgang mit den Modellen.
Viele lesen beim Händler nur die Angaben wie 30cm³ und 80 km/h Höchstgeschwindigkeit. In Wirklichkeit sind es knappe 26cm³ und bei Originalübersetzung ca. 67km/h Topspeed. Mit dem Wechsel der Zahnräder am Getriebe ist es möglich eine höhere Endgeschwindigkeit zu erzielen, so dass der Carbon Fighter am Ende wirklich seine ca. 80 km/h erreicht. Hierbei muss jedoch auch die Vergasereinstellung passen, sonst hat man nach einem überhitzen Kolben keinen Spaß mehr am Modell.
Die grundlegenden Probleme können mit geringem Aufwand und einem geringen Einsatz von Geld leicht behoben werden.
Diese Punkte müssen an der Carbon Serie unbedingt überarbeitet werden:
- Schrauben nachziehen und sichern
- Getriebplatte umbauen
- Diffstifte wechseln
- Lenkservo und Gasservo wechseln
- Radlager wechseln / Achsschenkel umbauen
- Karosserieumbau ( nur Carbon Fighter)
- Stoßdämpfer
- Vergaser
Nach diesem Arbeitseinsatz ist dieses RC Modell eine gutmütige, unspruchslose und vor allem Spaß bringende Maschine. Die Motoren verlieren auch nach 20 Litern Benzin-Gemisch kaum an Kompression. Einzig die Verschleißteile, wie auch im Maßstab 1:1, sollten regelmäßig zur Inspektion. Werden regelmäßig die Kupplungsbacken überprüft und bei Verschleiß ausgetauscht bekommt man sehr viel Spaß.

Patrick Mehner