Es gilt nun als wissenschaftlich gesichert, dass die Israeliten die Thora erst sehr viel später als bisher angenommen, verfasst hatten, um nachträglich dem Volk eine gemeinsame Historie und Religion zu geben. Vorher hatten sie ebenso dem Vielgötterkult gehuldigt, wie all die anderen benachbarten Völker. Den Beweis konnten die Archäolgen durch unzählige Funde unterschiedlichster Gottheiten erbringen.
Erst zögernd konnte sich der Eingottglaube nach der babylonischen Gefangenschaft durchsetzen, wobei dieser eine speziell israelitische Gott eine Neukreation war, um sich von den Götterrn der Nachbarvölker abzuheben. Jedenfalls hatte weder Abraham, noch Moses mit diesem Gott jemals Kontakt haben können, denn zu deren Zeit gabe es ihn noch nicht.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Bibel/Thora nicht die Erschaffung der Welt oder der ersten Menschen beschreibt, sondern der Versuch ist, den Israeliten - und nur diesen, den aus den 12 Söhnen des Jakob hervorgegangen Stämmen, eine Genesis zuzuschreiben. Es geht also nicht um die "Erschaffung" der Menschheit, sondern um den Beginn der Geschichte um eine einzige semitische Familie.
In der Thora/Bibel, die angeblich von Moses verfasst worden sein soll, werden Orte und sogar Münzgeld erwähnt, die es erst ab dem siebenten vorchristlichen Jahrhundert gab. Adams Söhne waren bereits Ackerbauern und Viehzüchter – was eine absolute Unmöglichkeit für "erste" Menschen darstellt. Und die Geschichte von Noah und seiner Arche stammt beinahe wörtlich aus dem viel älteren Gilgamesh-Epos.
Die Religionshistoriker müssen sich zukünftig damit beschäftigen, den Wahrheitsgehalt ihrer Bücher zu überprüfen.