Schönfelder DogCoaching
Die äußerliche Struktur und die Form der Hunde ist das Ergebnis von etwa 50 Millionen Jahren Evolution. Grundsätzlich besitzen Hunde die gleichen Organe wie der Mensch. Allerdings differenzieren sie sich deutlich in Lage, Größe und Funktion vom menschlichen Organismus. Einige innere sowie äußere Organe sind wesentlich sensibler ausgeprägt und bedürfen spezieller Pflege, um ernsten Erkrankungen vorzubeugen. Zum weiteren Körperbau des Hundes: Generell besitzen Hunde eine starke Muskulatur, einen leistungsfähigen Lungenapparat und ein kräftiges Herz. Zudem verfügen sie über einen hoch entwickelten Geruchssinn, der den des Menschen bei Weitem übertrifft.
Das Nervensystem des Hundes
Das Nervensystem des Hundes, das für alle relevanten Funktionen des Körpers zuständig ist und diese koordiniert, ist enorm flexibel und steuert zudem sämtliche Emotionen. Durch eine wirksame Gruppe von Hormonen wird das überaus adaptive Nervensystem des Hundes zusätzlich unterstützt.
Das Gebiss des Hundes
Das Gebiss eines Hundes ist wesentlich ausgeprägter als das des Menschen. Je nach Hunderasse variiert die Zahnstellung durch die unterschiedlich ausgeprägten Unter- und Oberkiefer. Man unterscheidet hier zwischen kurzköpfigen Rassen (Boxer, Pekinese) und Rassen mit länglichem Kiefer (Collie, Whippet).
Bei ihrer Geburt besitzen Hunde noch keine Zähne. Nach etwa drei Wochen bekommt ein Welpe seine ersten Milchzähne, die sich nach sechs Wochen komplettieren. Das sogenannte Milchgebiss besteht lediglich aus 28 Zähnen. Vom dritten bis siebten Lebensmonat vollzieht sich der Zahnwechsel und das bleibende Gebiss bildet sich langsam aus.
Im Laufe der nächsten Jahre bilden sich die übrigen Zähne bis hin zum vollständigen Gebiss mit 42 Zähnen aus. Jeweils einer der Backenzähne bildet sich zum Reißzahn aus und dient dem Hund dazu bei der Nahrungsaufnahme größere Fleischstücke zu zerreißen. Jede Kieferhälfte hat drei scharfe Schneidezähne, die neben den sogenannten Hakenzähnen, auch als Eckzähne bezeichnet, sitzen.
Das Ohr des Hundes
Das Ohr ist eines der wichtigsten Sinnesorgane des Hundes. Von Geburt an ist dieses schon vollständig ausgeprägt und nimmt Töne in Frequenzbereichen wahr, die vom Menschen nicht annähernd gehört werden können. Zum Vergleich: Der Frequenzbereich des menschlichen Ohrs fängt bei 16 Hertz an und reicht bis maximal 20.000 Hertz. Das Frequenzspektrum des Hundes reicht bis etwa 50.000 Hertz. Hunde sind dadurch in der Lage, sehr hohe Töne zu erkennen und diese durch ihre flexiblen Ohrmuscheln exakt zu lokalisieren. Dieser hoch entwickelte Gehörsinn verleiht Hunden die Fähigkeit, Tonquellen auch im Hochfrequenzbereich zu perzipieren. Zudem können sie, wie auch die Elefanten, Frequenzen des Infraschalls bis zu zwei Hertz wahrnehmen.
Nicht nur wegen des größeren Frequenzbereiches ist der Hund dem Menschen weit überlegen, sondern auch bezüglich der Ortung von Tonquellen. Das hängt mit der beweglichen Ohrmuschel zusammen, die durch 17 verschiedene Ohrmuskeln gesteuert wird. Dadurch ist der Vierbeiner in der Lage, dreidimensional zu hören. Mitunter fungiert das Ohr auch als passives Kommunikationsmittel. Es ist sogenannter Signalgeber, der den Gemütszustand eines Hundes signalisiert.
Dieses hoch entwickelte Sinnesorgan bedarf bei einigen Hunderassen spezieller Pflege, um Entzündungen prophylaktisch entgegenzuwirken. Normalerweise reinigen sich Hundeohren selbst und Sie brauchen sich darum gar nicht zu kümmern. Bei großem Schmutz oder Staub empfiehlt es sich, die sichtbaren Teile der Ohren mit einem weichen Tuch auszuwischen. Durch starken Haarwuchs einiger Rassen kann es schnell zu einer Verstopfung des Gehörgangs kommen. Hier ist auf regelmäßiges Schneiden zu achten, da sonst der Ohrenschmalz nicht mehr nach außen befördert werden kann und keine Luft in den Gehörgang eindringt. Es kann dann zu gefährlichen Pilzinfektionen kommen, die das Organ dauerhaft beschädigen können. Die Behandlung sollte regelmäßig von einem Tierarzt durchgeführt werden.
Die Nase des Hundes
Das wohl wichtigste Organ des Hundes ist seine Nase. Ein besonders empfindliches Organ, dessen Geruchssinn außerordentlich ausgeprägt ist. Ein Hund riecht im Verhältnis zum Menschen etwa eine Million Mal besser und kann erschnüffelte Gerüche wesentlich intensiver in sich aufnehmen. Hunde spüren mit der Nase Beute auf, wittern Gefahr oder nutzen sie für die Partnersuche. Zum Vergleich: Der Mensch besitzt ca. fünf Millionen Riechzellen, der Hund hingegen über 220 Millionen.
Diesen sensiblen Geruchssinn macht sich der Mensch zunutze, indem er Hunde bei der Drogenfahndung einsetzt oder sogenannte Lawinenhunde explizit ausbildet.