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Diät-Compliance unter ernährungspsychologischen Gesichtspunkten

Autor: GSchoepke | Erstellt am: 28.07.2009 | Gelesen: 1592
Kategorie: Essen - Trinken & Rezepte | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Individuelle Lebensmittelpräferenzen und Ernährungsgewohnheiten als maßgebliche Erfolgsfaktoren für Diäten

Wie verbessert man die Compliance einer Diät?

Die sogenannte Diät-Compliance gibt an, wie gut ein Mensch Diätvorgaben oder Diätpläne eingehalten hat. Auf der Suche nach Einflussfaktoren wird nach dem Nahrungsangebot, negativen Gefühlszuständen, sozialem Druck, körperlichem Unbehagen und positiven Tätigkeiten gefragt.

Gehen wir davon aus, dass die Diät-Compliance besonders hoch ist, wenn Menschen ihre individuellen Ernährungsgewohnheiten und ihren Lebensstil nur wenig bis überhaupt nicht verändern müssen. Andererseits wäre dann die Diät-Compliance sehr niedrig bei Menschen, die ihre Ernährungsgewohnheiten verändern müssen und ihren alten Lebensstil aufgeben sollen. Handelt es sich um eine niedrige Diät-Compliance, dann aus dem Grund, weil der Betreffende eine Veränderung seiner Gewohnheiten als Bedrohung empfindet. Seine Intention zur Veränderung geht gegen Null. Ihm fehlt es an Motivation. Ein Grund dafür kann die mangelnde Ergebniserwartung einer Diät sein. Daran würde er erkennen, welche Konsequenzen sich aus seinem Verhalten ergeben. Schließlich kann ihn auch ein Mangel an Selbstwirksamkeitserwartung ausbremsen, d.h. er traut sich nicht zu, die Diätvorgaben oder den Diätplan einzuhalten.

Dafür, dass ein Betroffener dennoch die Motivation aufbringt, sein Ernährungsverhalten verändern zu wollen, kann es verschiedene Gründe geben. Über psychologische Entscheidungsprozesse, die zu einer gesunden Ernährung führen, ist bisher jedoch wenig bekannt. Ein solcher Grund kann beispielsweise in der gesellschaftlichen Norm, wie dem heute gültigen Schlankheitsideal liegen. Eine Diät mit einer hohen Diät-Compliance sollte vor diesem Hintergrund arbeiten. Sie sollte individuelle Lebensmittelpräferenzen und Ernährungsgewohnheiten mit einbeziehen und sich am persönlichen Lebensstil des Betreffenden orientieren. Zusätzlich sollte das soziale Umfeld in die Diätvorgaben eingeweiht werden und für soziale Unterstützung sorgen. Das gilt besonders für Rückschläge in der Diät oder in Krisen.

Zusätzlich muss die Diät aus konkret ausgearbeitet Handlungspläne bestehen. Ein Handlungsplan beschreibt beispielsweise, wie das Tagesprofil eines Diätplans aussieht, was eingekauft werden muss, wie Mahlzeiten zubereitet werden, etc.. Und besonders wichtig: Der Betroffene selbst sollte an der Entwicklung des Diätplans und in die Planung zum Erreichen der Zielvorgaben aktiv eingebunden werden. Das kann sein, indem er seine Ernährungsprotokolle auswertet und anschließend mit seinem Ernährungsberater oder Arzt bespricht, oder indem er die Möglichkeit erhält, seine Diätpläne selbst zusammenzustellen.
 
 
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