Forexhandel
Neben
Aktien,
Aktienfonds und
Immobilien gibt es auch eine weitere lukrative Anlageklasse – die
Devisen. Anleger, die hier investieren, kaufen und verkaufen verschiedene Währungen, um hieraus möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Der
Devisenhandel, der auch als
Foreign Exchange oder auch nur kurz
Forex bezeichnet wird, ist hierbei allerdings von höchst spekulativer Natur, denn Währungen unterliegen mitunter hohen Schwankungen.
Veränderungen im Kurs von Währungen können vielfach begründet sein.So sind neben dem Wirtschaftswachstum eines Landes auch das dortige Zinsniveau sowie die politische Lage zu beachten. Die USA beispielsweise befinden sich derzeit in einer eher schwierigen wirtschaftlichen Lage, das Zinsniveau ist deutlich niedriger als in Europa. Somit investieren Anleger vermehrt in die Währung Euro, was zu Verlusten in US-Dollar führt. Devisenhändler und
Forex Broker müssen sich hierbei kurzfristig auf sicher verändernde Umstände einstellen und schnell reagieren. Daher kann es vorkommen, dass ein Händler am Tag viele Käufe und Verkäufe tätigt und trotzdem Gewinne erzielen
Obwohl Kursschwankungen möglich und mitunter sehr stark sein können, werden Devisen eine immer beliebtere Anlagemöglichkeit. Sie sind grundsätzlich nicht den gleichen Schwankungen wie Aktien oder Aktienfonds unterlegen und müssen daher auch nicht so starke Verluste hinnehmen. Um die Risiken zu begrenzen ist es auch möglich, Stop-Kurse zu setzen, um den Verkauf einer Währung sofort nach dem Unterschreiten einer bestimmten Grenze ausführen zu lassen. Die meisten
Forex Broker bieten ihren Kunden eine gute
Forex Software mit
Devisenkursen in Echtzeit. Die jeweilige Grenze kann der Anleger selbst festlegen, einige Banken haben hier auch bereits fest definierte Grenzen.
Die beliebtesten Handelsmärkte im Bereich des
Devisenhandels findet man in Großbritannien und den USA, denn dort werden auch die volumenreichsten Umsätze getätigt. Waren bisher vor allem professionelle Händler am Markt aktiv, treten jetzt auch immer häufiger Privatpersonen als Händler auf. Sie haben heute über das Internet die Möglichkeit, sich an diesem lukrativen Markt ebenfalls zu beteiligen. Die Handelssysteme sind sehr übersichtlich. Da jedoch eine ausführliche Beratung fehlt, sollten nur wirklich versierte Anleger über diese Systeme handeln.
Anleger, die im
Devisenhandel investiert sind, sind zudem bei den meisten Handelssystemen vor einem Totalverlust geschützt. Bei einigen Instituten werden die Devisen bei einem Verlust von 75% verkauft, eine Nachschusspflicht wie bei einigen anderen Anlageformen gibt es nicht. Ein weiterer Vorteil des Devisenhandels ist der eher geringe Einsatz im Vergleich zu
Aktien oder
Investmentfonds. Liegt der Anleger richtig, kann er so ein Vielfaches seines Einsatzes verdienen. Bei vielen Forex-Handelssystemen können Anleger so von der Hebelwirkung, die fachsprachlich als Leverage bezeichnet wird, profitieren. Mit einem Einsatz von 5.000 US-Dollar ist es beispielsweise möglich, bei einem Faktor von 100 mit bis zu 500.000 Dollar zu spekulieren. Möglich ist dies, da beim Forex-Handel die Währung selbst nicht gekauft wird, der Anleger erwirbt vielmehr nur das Recht auf den Kauf der Währung.
Fazit: Devisen sind im Vergleich zu anderen Anlageprodukten wie
Tagesgeld, Aktien oder
Immobilien eine wirkliche Alternative, denn es lässt sich mit ihnen binnen kurzer Zeit eine hohe Rendite erzielen. Das Risiko dieser Anlageform sollte jedoch nicht aus den Augen verloren werden.
Hilde Klüsener