Der Devienmarkt mit täglichen Umsätzen von bis zu 1,9 Billionen Dollar, ist mittlerweile nicht mehr nur den Banken vorbehalten. Daher heute im Blickpunkt der Betrachtung das Währungspaar EUR-JPY. Gelingt die Rückkehr zu alten Stärke?Nach wahrlich beeindruckender Euroschwäche verlor das Währungspaar EUR-JPY seit dem ausgebildeten Hoch vom Juli des Jahres 2008 bei knapp 170 JPY im Tief vom Januar 2009 bei etwa 112 JPY bereits mehr als 5.800 Pips in nicht einmal sechs Monaten. Somit löste sich eine ca. siebenjährige Performance innerhalb weniger Monate auf – unter anderem lässt hierbei die Auflösung von Carry-Trades grüßen, doch allein dadurch lässt sich diese Eruption nicht erklären. Dennoch lieferte EUR-JPY bereits frühzeitig, zumindest aus charttechnischer Betrachtungsweise, ein erstes Warnsignal mit dem Unterschreiten des Preislevels von 148 bis 150 JPY. Ernüchternd folgte diesem Signal ein weiters mit der Ausbildung einer (wahrlich im Devisenbereich seltenen) Preislücke zu Beginn des Oktobers auf dem Niveau von rund 143 JPY. Die entsprechenden Folgen veranschaulicht beispielhaft der beigefügte 2-Jahreschart.

FAZIT:Doch zurück zum aktuellen Geschehen. Mit der gestrigen, äußerst beeindruckenden, Tagesperformance von knapp vier Prozent durchbrach EUR-JPY den primären und seit August 2008 bestehenden Abwärtstrend. Dem stützend etablierte sich EUR-JPY oberhalb des 55-Tage-Durchschnitts und könnte seit dem markierten Tief im Bereich um 112 JPY stetig höhere Bewegungstiefs ausbilden. Das angeschlagene Chartbild scheint sich folglich aufzuhellen! Was für Chancen sich hierbei ergeben können, möchte ich Ihnen anhand zweier Szenarien darstellen. Hintergrund der Szenarien ist die Tatsche, dass die Technische Analyse nicht statisch ist und es sich zudem um eine Momentaufnahme handelt. Im Grunde müsste jedes Verhalten des Währungspaares fortlaufend kommentiert werden, um dies zu vermeiden gebe ich dem Chart selbst die Chance sich zu entwickeln und folglich entsprechende Szenarien abzuarbeiten.

LONG Szenario:Durch den Trendlinienbruch signalisiert EUR-JPY kurzfristig weiters Aufwärtspotenzial bis ca. 131 EUR-JPY. Etabliert sich EUR-JPY zudem nachhaltig über 123 JPY, darf zu Recht von der Ausbildung eines stabilen Bodens gesprochen werden und folglich sollte mittelfristig das Preislevel von rund 143 JPY (Preislücke vom Oktober) anvisiert werden können. Oberhalb von 145 JPY hellt sich das Chartbild sichtlich auf.
SHORT Szenario:So schnell wie sich EUR-JPY durch die Abwärtstrendlinie bohrte, so schnell sackt das Währungspaar wieder unter das maßgebliche Preislevel von 122 JPY. Erfolgt in diesem Zusammenhang der Bruch der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bei aktuell 119,40 JPY, so darf mit einem weiteren Rutsch bis mindestens 117 JPY gerechnet werden. Unterhalb von 117 JPY wird abermals das Tief vom 21. Januar 2009 bei rund 112 JPY aktiviert. Bildet EUR-JPY hierbei neue Tiefs aus, so sind weitere 1.000 Pips Abschlag wahrscheinlich.
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Haftungssauschluss:
Die vorgestellten Szenarien dienen lediglich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Jedes Geschäft mit Devisen, Derivaten und sonstigen Finanzprodukten ist mit entsprechenden Risiken behaftet. Eine Haftung für Vermögensschaden wird nicht übernommen. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko.