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Deutschland reif für den Titel?

Autor: Sebastian Bork | Erstellt am: 25.04.2008 | Gelesen: 938
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Nur noch 43 Tage, dann geht sie endlich los: die Fußball-Europameisterschaft 2008. Alle fiebern gespannt und jeder will den Titel. Wie weit ist die deutsche Elf? Wer sind die härtesten Konkurrenten?

em2008Bundestrainer Jogi Löw hat zunächst einmal die schwierige Aufgabe, am 16 Mai den Kader zu benennen. Lediglich der Sturm stellt sich von selbst auf. Die beiden WM-Goalgetter Miroslav Klose und Lukas Podolski sind auf jeden Fall dabei. Ob sie in der Startelf stehen hängt von den Leistungen der Konkurrenz ab. Besonders Kevin Kuranyi befindet sich momentan in beeindruckender Form. Neben ihm könnte Mario Gomez auflaufen. Dann wären „King Knall" und „Prinz Peng" nur zum zuschauen verdammt. Der letzte freie Platz im Sturm scheint hart umkämpft zu sein. Hanke, Keißling, Neuville, Asamoah oder Helmes? Bei genauerem Hinsehen drängt sich der Kölner Patrick Helmes auf. Er wird von Spiel zu Spiel besser und er ist jung und heiß und versprüht sobald er auf dem Platz steht eine Torgefahr.

Das Mittelfeld bereitet dem Bundestrainer ein wenig Kopfzerbrechen. Wer spielt neben Kapitän Michael Ballack? Abräumer Thorsten Frings ist gesetzt und trotz Verletzungssorgen setzt Jogi Löw auf den erfahrenen Bernd Schneider. Schweinsteiger muss sich deutlich steigern. Tim Borowski scheint eine Ergänzung zu sein, doch dann beginnt das Raten. Rolfes, Jones, Hitzlsperger, Trochowski oder vielleicht sogar der junge Toni Kroos? Er könnte die Überraschung sein, von der Löw kürzlich gesprochen hat.

Auch in der Abwehr ist der Wurm drin. Lahm, Fritz und Mertesacker haben die besten Aussichten. Dazu Pander und Jansen. Arne Friedrich muss seine alte Form finden und Christoph Metzelder muss zunächst gesund werden.

Das größte Sorgenkind ist die Torhüterfrage. Kann ein Torhüter ohne die nötige Spielpraxis eine gute EM spielen? Jogi Löw hält (noch) an Jens Lehmann fest, aber im Stillen wird er überlegen. Timo Hildebrand hat seinen Platz als Nummer zwei nicht sicher und als dritter Torwart werden viele Namen gehandelt. Wer weiß, vielleicht fährt ja auch ein Robert Enke als neue Nummer 1 mit zum Turnier?

Anders als bei einer Weltmeisterschaft, bei der das Teilnehmerfeld breit gestreut ist, scheinen bei der Euro nur die besten Teams Europas dabei zu sein. Es wird also viel schwieriger ins Finale einzuziehen.

Die einzelnen Gruppen im Überblick:

Gruppe A
  • Tschechien
  • Portugal
  • Schweiz
  • Türkei

Gruppe B
  • Deutschland
  • Kroatien
  • Österreich
  • Polen

Gruppe C
  • Italien
  • Frankreich
  • Niederlande
  • Rumänien

Gruppe D
  • Spanien
  • Schweden
  • Russland
  • Griechenland

Prognosen, Träume und Wünsche

In Gruppe A wird es die Schweiz sehr schwer haben sich gegen die großen Nationen aus Tschechien und Portugal durchzusetzen. Mit dem eigenen Fans im Rücken könnte jedoch eine Überraschung möglich sein.

Deutschland muss in Gruppe B ganz klar den Gruppensieg anpeilen und wird in Kroatien wohl den härtesten Widersacher haben. Österreich muss sich als Mannschaft finden und die Polen haben nur Außenseiterchancen.

Gruppe C ist die Hammergruppe. Wer hier weiterkommt spielt um den Titel mit. Italien, Frankreich und die Niederlande kämpfen ums Weiterkommen. Rumänien bleibt nur die Rolle des Zuschauers.

In Gruppe D hofft Titelverteidiger Griechenland auf ein erneutes Wunder. Gegen Spanien und Schweden wird es jedoch ein hartes Stück Arbeit. „England-Schreck" Russland will auch beim Turnier für Überraschungen sorgen.

Der Titel führt über die üblichen Favoriten. Deutschland, Frankreich, Italien und Tschechien werden erbittert um den Pokal kämpfen. Vielleicht kann die Schweiz für eine Überraschung sorgen. Doch im Viertelfinale wird vermutlich Schluss sein für die Eidgenossen. Weiter wird auch das Team aus Kroatien nicht kommen. Das alles ist natürlich nur Spekulation und Wunschdenken, aber vielleicht hat der Fußball-Gott ja ein Einsehen und schenkt der DFB-Elf das Finale gegen Italien. Dann aber hoffentlich mit einem glücklichen Ende für das deutsche Team.

Autor: Sebastian Bork
 
 
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