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Deutschland ist Weltmeister im Schnee-Eis-Fussball

Autor: GeneTravers | Erstellt am: 28.01.2011 | Gelesen: 896
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Es ist zwar nur ein inoffiziellen Titel - aber trotzdem einer, den man mit stolzgeschwellter Brust tragen kann.

Guido Buchwald (2 v. r.) stemmt die Trophäe in die Höhe. Seine Mannschaftskameraden sind ebenso im S
Guido Buchwald (2 v. r.) stemmt die Trophäe in die Höhe. Seine Mannschaftskameraden sind ebenso im S
Wie, watt? Fussball auf Eis - einem gefrorenem See? Seid ihr nicht mehr bei Sinnen? Na so in etwa war mein Gedankengang, als Lutz Pfannenstiel und Sean Dundee Leidenschaft Fussball erzählten, dass sie Weltmeister im Schnee-Eis-Fussball werden wollen. Es ist zwar nur ein inoffiziellen Titel - aber trotzdem einer, den man mit stolzgeschwellter Brust tragen kann. Und sie sollten recht behalten.

Von Andreas Ludwig

Das war ein Anblick für die Götter: Da rutschten ehemalige Weltmeister - ich meine echte Weltmeister - über einen gefrorenen See (naja, nen kleinen Kunstrasen haben die schon drüber gelegt) im schweizerischen Arosa und freuten sich wie kleine Kinder.

Da tänzelten frühere Bundesligagrößen wie Bernd "der weiße Brasilianer" Schneider, grätschten ehemalige Weltmeister wie Guido "Diego" Buchwald oder Weltrekordhalter und "Weltfussballer" wie Lutz Pfannenstiel mit einem fetten Grinsen im Gesicht über das Eis.

Vor allen Dingen sollte der Spaß bei der Benefizveranstaltung für die Laureus Stiftung auf dem Programm stehen. Doch wir sind Deutsche - wir verstehen keinen Spaß. Und das zeigten Pfannenstiel und Co. auch den Konkurrenten, die doch tatsächlich dachten, sie könnten um die Krone der besten Schnee-Eis-Mannschaft mitspielen. Egal wer da kam, die beiden Tormaschinen Jörg Heinrich und Bernd Schneider ballerten sie alle weg. Zum leichten Aufwärmprogramm bei dem kalten Spektakel vernaschte die deutsche Truppe die Schweizer Lokalhelden um Adrian Knup, Mario Cantaluppi und den ehemaligen Gladbacher Torhüter Jörg Stiel mit 6:5. Lutz Pfannenstiel sagte dem Sportblog LeidenschaftFussball.blogspot.com vertraulich, dass er die fünf Gegentore nur zugelassen habe, weil er dem Schweizer Publikum nicht den Spaß rauben wollte. Wir wollen es ihm mal glauben...

Von bibbernden Brasilianern und überheblichen Niederländen

Die Schweizer vernascht, kam die Allstar-Truppe an die Reihe. Und wie sie da schon bei der Begrüßung standen. Vor Kälte bibbernd und die deutschen Walze anrollend sehen, hatten Paulo Sérgio und Aldair aus Brasilien sowie Christian Karembeu aus Frankreich, die Hosen bereits vor dem Anpfiff gestrichen voll. Es lief so traurig für die braungebrannten Südamerikaner, dass wir in Rücksichtnahme auf ihre Würde nicht näher auf das Spiel eingehen wollen. Auch die Zuckerpässe des ehemaligen Stuttgarter Mittelfeldregisseurs Krassimir Balakov verpufften angesichts der eisenernen deutschen Wand. Ach ja, ich sollte erwähnen, dass die Veranstalter den italienischen Rekordtorhüters Gianluca Pagliuca - und nonexisting Rückhalt der Mannschaft - davor retten konnten sich aufgrund der Demütigung durch die deutsche Mannschaft etwas anzutun.

65 Tore und Deutschland ist Weltmeister

Dann war es Zeit für den Klassiker. Vielleicht war es der Schaum vor dem Mund der deutschen Truppe - vielleicht auch die "Matrix"-artigen Reflexe von Lutz Pfannenstiel. Auf jeden Fall schoss Jörg Heinrich (und die deutsche Mannschaft) die niederländischen "Teilnehmer" um Pierre van Hoojidonk, Arthur Numan und Co. mit 10:4 aus dem nicht existierenden Stadion.

Im Finale gab es dann das erneute Vorrunden-Match zwischen den sonnengeölten Südamerikanern und den deutschen Eisenbeißern. Bis heute habe ich keine Ahnung, wie diese braungebrannten Lebemänner es bis ins Finale geschafft haben. Diesmal schonten die deutschen Eichen ihre Glieder und besiegten die vom früheren Bayern-Profi Alain Sutter trainierte All-Star-Mannschaft locker und lässig mit 4:0. Oder war es 40:0? Was macht schon die eine Null.

Spielen gegen die Erderwärmung

Für Lutz Pfannenstiel war dieser Turniersieg weit mehr als der Gewinn eines Titels. Seit Jahren schon engagiert sich der Gründer von Global United Football Club im Kampf gegen die Erderwärmung. So veranstaltet er regelmäßig Benefizspiele an Orten, an denen die Erderwärmung einen starken Einfluss auf die Bevölkerung hat. Und jedes Mal folgen ihm ehemalige Fussballgrößen rund um den Globus. Auch in dem Turnier im schweizerischen Arosa sieht er einen Beitrag, die Wahrnehmung zu diesem Thema zu erhöhen: "Fußball ist eine globale Sportart, Klimawandel ein globales Problem", erklärt Pfannenstiel und ergänzt: "Im Januar 2012 werden wir versuchen unseren Titel zu verteidigen." Denn Spieler und Sponsoren haben bereits fürs kommende Jahr eine zweite Austragung vereinbart.
 
 
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