CLEAN MOVES Schirmherr - Minister Philipp Rösler
BRÜSSEL, 22. Dez. 2010 - Die Deutsche Messe AG wird zum Wettbewerbsfall der EU. Die EU Kommission hat gemäss des Wettbewerbsrechts Untersuchungen zu den Folgen einer 250.000.000 EURO Subvention an die Deutsche Messe AG eingeleitet. EU-Wettbewerbshüter prüfen, inwiefern
Deutsche Messe AG und Hannover Messe ihre Stellung missbrauchen und wettbewerbswidrig den Markt verzerren.
Auch die DEUTSCHE BANK Research hatte bereits 2007, also bereits im Vorfeld der Finanzkrise, in einer Studie deutlich vor den „beachtlich wachsenden Überkapazitäten im Messemarkt und dem Dumping Wettbewerb" gewarnt. Zum forcierten Ausbau der Überkapazitäten stellte die DEUTSCHE BANK fest: „Weil die Nachfrage nach Messeflächen mit den Kapazitätserweiterungen nicht Schritt hielt, sind Überkapazitäten von gut einem Drittel entstanden. Die Folge seien im internationalen Vergleich mit EUR 143 pro m2 relativ niedrige Standmieten und ein verstärktes Abwerben der Messen untereinander, um die Hallen zu füllen." In einem Handelsblatt Interview hatte auch Werner Dornscheidt als Chef der Messe Düsseldorf erklärt: "Von 70 Messestädten arbeiten nur vier profitabel: Frankfurt, Nürnberg, Essen und Düsseldorf. Meiner Meinung nach haben nur die Messegesellschaften eine Existenzberechtigung, die sich auf Dauer selbst und damit ohne öffentliche Zuschüsse tragen", so Dornscheidt.
Die Wettbewerbsklage wurde von CLEAN MOVES Organisatoren, einer aus London und Brüssel agierenden Plattform energieeffizienter Mobilitätslösungen, bei der EU Kommission eingereicht. Die CLEAN MOVES wurde als Folge des Subventionstaumels auf der Hannover Messe aus dem Markt gedrängt. CLEAN MOVES Initiator Ralph Kappler erklärte dazu: „Das Verhalten der Deutschen Messe AG bleibt rätselhaft. Denn die CLEAN MOVES hatte bereits über vier Jahre in Folge die Hannover Messe imageträchtig bereichert und mit internationalem Renommee erstmals das Thema energieeffizienter Mobilität aus London und Brüssel auf die Messe gebracht." Obwohl die CLEAN MOVES auch noch im April 2009 über volle fünf Messetage das umfangreichste Konferenzprogramm der gesamten Hannover Messe bot, subventionierte die Messe weiter kannibalisierende Konkurrenzveranstaltungen. Dabei trieb die Hannover Messe als Veranstalter trotz renomierter Sponsoren die CLEAN MOVES Preise ständig nach oben, während sie dieselben Themen und Flächen zu Dumpingpreisen und selbst kostenlos an Vereine verschenkte.
Zur langfristigeren Sicherung des Messestandortes Deutschland werden auch Erfahrungen von autarken Messegesellschaften in Deutschland und internationaler Messegesellschaften in EU Mitgliedsstaaten eingeholt. Von 2005 bis 2009 hatte die CLEAN MOVES die gesamte Bandbreite energieeffizienter Mobilität auf die Hannover Messe gebracht. Ein Beleg für den Rang der CLEAN MOVES war auch die Übernahme der Schirmherrschaft durch die Niedersächsischen Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Walter Hirche, sowie durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
HINTERGRUND: Das CDU und FDP geführte Niedersachsen gab die 250.000.000 EURO Subvention an die Deutsche Messe AG im Abwrack- und Wahlkampfjahr 2009 als Kapitalerhöhung aus. Nach Ansicht der CLEAN MOVES Organisatoren befeuern diese Subventionen gleichschaltende Vereinsinteressen und sie verzerrt den Wettbewerb auf der Hannover Messe sowie zwischen den Messestandorten. Die Deutsche Messe wirbt in ihrem HERMES+ Bericht zur sogenannten Kapitalerhöhung selbst mit den bereits durch die mittelständische CLEAN MOVES Initiative erarbeiteten Referenzen als ihrem strategischem Ausbauprojekt. Weitere Informationen unter: www.cleanmoves.com
Ansprechpartner:
Ralph Thomas Kappler
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