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Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen wird Kassenpatienten belasten

Autor: simottchen | Erstellt am: 25.05.2011 | Gelesen: 811
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Im Gesundheitswesen wird der Zusatzbeitrag zu Regel werden. Das bedeutet, Kassenpatienten müssen sich auf deutlich höhere Belastungen einstellen.

Im Gesundheitswesen wird der Zusatzbeitrag zu Regel werden. Das bedeutet, Kassenpatienten müssen sich auf deutlich höhere Belastungen einstellen. Die Höhe der Beiträge könnte sich zwischen 50 und 70 Euro pro Monat in ein paar Jahren einpegeln. Besserverdiener werden wahrscheinlich einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) vornehmen.

In Zukunft wird Gesundheit deutlich mehr kosten als bisher. Deshalb erwartet der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Verband) die Einführung von zusätzlichen Beiträgen, an der sich alle Kassen beteiligen werden müssen. Diesen Zusatzbeitrag haben die Versicherten selbst zu bezahlen, der Arbeitgeber gibt nichts hinzu.

Mit Einführung der Gesundheitsreform haben die gesetzlichen Kassen das Recht, von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag zu verlangen. Sie brauchen zuvor keine Einkommensprüfung ihrer Versicherten vorzunehmen. Der Zusatzbeitrag durfte bisher maximal 1 % des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Der Gesetzgeber hat nun „grünes Licht" für eine deutliche Anhebung gegeben. Reichen die Zuweisungen, die eine Krankenkasse aus dem Gesundheitsfonds zur Deckung der Kosten erhält, nicht aus, kann sie diese Zusatzbeiträge einfordern. Davon Gebrauch machten von den 156 Krankenkassen bisher nur 13.

Mit allen Mitteln versuchen derzeit die Kassen, keinen Zusatzbeitrag zu verlangen. Verlangt eine Kasse den Zusatzbeitrag, erhält dadurch der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und kann die Kasse wechseln. So wird ein sich selbst verstärkender Abwärtsprozess ausgelöst. Jede gesetzliche Krankenkasse ist bis auf wenige Ausnahmen verpflichtet, Kassenpatienten aufzunehmen, die wechseln wollen. In der Regel wird mit der Einführung eines Zusatzbeitrages ein Mitgliederschwund bei der betreffenden Kasse ausgelöst.

Aber der GKV-Verband rechnet mit deutlichem Anstieg der Zusatzbeiträge, es sei politisch so gewollt. Sollte die Prognose zutreffen, könnten die privaten Krankenversicherungen mit vielen Neuzugängen rechnen. Die Voraussetzungen für einen PKV-Wechsel würden zirka 4,5 Millionen freiwillig Versicherte erfüllen. Die aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums zeigen, dass sich vom Beginn des Jahres 2011 bis April bereits etwa 40% mehr Kassenpatienten für die PKV entschieden haben, als im vergangenen Jahr.

 
 
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