Auf der Pilgerreise
Der Weg ist das Ziel, dieser Satz ist wohl der Grundgedanke auf dem Jakobsweg. Der Jakobsweg ist eine einzigartige Route mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte, ein besonderer Pilgerweg schon seit dem Mittelalter.
Der Camino de Santiago führt von Saint Jean-Pied-de Port in den Pyrenäen nach Pamplona der Hauptstadt Navarras. Weiter durch La Rioja eine gebirgige Regionen, mit viel Weinanbau und durch die wunderschönen Hügelketten von Kastilien. In Galicien erwarten einen Wiesen, Wälder und Wasserläufe im Überfluss. Auf der einzigartigen Route führt der Camino durch Dörfer und Städte mit großer geschichtlicher und kunstgeschichtlicher Bedeutung bis hin zu der Stadt Santiago de Compostela.
Ein Übermaß an verschiedenen und abwechslungsreichen Landschaften und abwechslungsreicher Gastronomie begleitet uns bis ans Ende der Welt, der Stadt Finisterre. Die Geschichten der Pilger und deren Beweggründe sind genauso unterschiedlich, wie die alten Bräuche und Geschichten der Bevölkerung. Angetrieben von ihrem Glauben, eine Gemeinschaft die ich noch zu keiner Zeit und an keinem Ort so herzlich erleben durfte, führen uns Stück für Stück auf dem Weg auf der Suche zum eigenen Ich.
Der Camino ist alt, aber keineswegs verstaubt. Er erneuert sich ständig aufs Neue, durch die Ankunft zahlreicher Pilger aus der ganzen Welt. Gemeinsam mit Menschen aus allen Nationen, die Natur, die Kultur sowie die historischen und religiösen Wurzeln Europas zu erleben das ist mehr als eine Reise oder ein Tourist sein. Das ist Pilgern im 21.Jahrhundert.
Der Jakobsweg ist ein Symbol, eine Route des Glaubens, der Kunst und der Natur zur Menschheit. Ein Treffen mit dem Heute und der Ewigkeit. Auf der Pilgerreise begegnet man den Mysterien - Tod und Wiedergeburt. Eine Reise, ein Erlebnis, ein Abenteuer für Körper und Geist.
Es wird auch gesagt: „Man geht nicht den Jacobsweg, sondern der Jakobsweg geht in einen, er geht mit."
Der
Jakobsweg verändert die Sichtweise.
Was ist uns wichtig? Was brauchen wir wirklich? Wo wollen wir hin?
Das Schöne und die Vergänglichkeit unterstrichen mit dem was ist und was wird sein.