
Es gibt zahlreiche Definitionen der vorzeitigen Ejakulation, von 'innerhalb von 6 Stössen kommen' über ' innerhalb von 2 Minuten kommen' bis hin zu 'vor dem Partner kommen'. Gerade letztere kann irreführend sein, wenn Sie eine Partnerin haben, die sich gern Zeit lässt, um zum Höhepunkt zu kommen. Eine etwas einfachere Begriffsklärung lautet 'Sie kommen, bevor Sie die möchten und haben keine Kontrolle über diesen Zeitpunkt'. Die meisten Männer kommen eher, als sie möchten, besonders, wenn sie unter Stress stehen oder besonders erregt sind. Wenn Sie jedoch in über 50% der Fälle keine Kontrolle über den Zeitpunkt Ihres Orgasmus haben, dann wird dies zum Problem. Manche Männer kommen nur dann zu früh, wenn sie richtigen Geschlechtsverkehr habem.
Andere wiederum erleben einen vorzeitigen Samenerguss ganz gleich wie sie von der Partnerin stimuliert werden. Manche Männer kommen sogar bei der Selbstbefriedigung früher als sie dies eigentlich möchten. Männern mit vorzeitigem Samenerguss fehlt die Fähigkeit, den sogenannten 'Punkt der (ejakulatorischen) Unvermeidlichkeit' zu erkennen. Dieses Gefühl tritt ganz kurz vorm Samenerguss auf. Männer, die nicht unter vorzeitigerm Samenerguss leiden, können diesen Punkt erkennen und dann entweder aufhören oder sich soweit beherrschen, bis das Bedürfnis zu kommen wieder etwas abgeschwächt ist. In den meisten Fällen verhält es sich so, dass Männer mit vorzeitigem Samenerguss bereits während ihres ganzen sexuell aktiven Lebens vorzeitig zum Höhepunkt gekommen sind und überhaupt nicht wissen, was mit dem sogenannten Punkt der Unvermeidlichkeit gemeint ist. Ursachen gibt es hierfür viele. Es könnte z.B. sein, dass Sex früher immer sehr schnell und nur von kurzer Dauer war oder mit Angst- oder auch Schuldgefühlen in Verbindung gebracht wurde. Manche Männer entwickeln die Tendenz zum vorzeitigen Samenerguss, weil Druck seitens der Partnerin besteht, 'es einfach hinter sich zu bringen'. Ganz gleich, was die Ursache ist, der Körper gewöhnt sich daran, schnell zu reagieren und der vorzeitige Samenerguss wird zur Norm. In seltenen Fällen kann auch ein körperliches Leiden wie z.B. eine Harnwegsinfektion oder eine Prostataentzündung dahinterstecken.
Kürzlich veröffentlichte Forschungsergebnisse besagen, dass manche Männer aufgrund einer das Nervensystem betreffenden Veranlagung zur vorzeitigen Ejakulation prädestiniert sein könnten. Für die meisten Männer jedoch verhält es sich so, dass sie in Zeiten von Stress oder angeschlagener Gesundheit schneller kommen also sonst. Medikamente zur Behandlung von erektiler Dysfunktion wie Viagra, Cialis oder Levitra wurden zwar nicht als Mittel gegen vorzeitigen Samenerguss entwickelt, können aber trotzdem sehr hilfreich sein, da sie mehr Zeit erlauben und ausserdem im allgemeinen die Refraktärzeit (Zeitspanne zwischen Orgasmus und erneuter Erektionsfähigkeit) verkürzt. Es gibt auch zwei bewährte Techniken zur Selbsthilfe bei vorzeitigem Samenerguss, und zwar einerseits Entspannen und andererseits die sogenannte Stop-Start-Technik. Letztere kommt in der psychosexuellen Therapie häufig zum Einsatz. Dabei übt der Mann, sich selbst fast bis zum Samenerguss zu stimulieren und kurz davor aufzuhören und dann so lange zu pausieren, bis die Erregung etwas nachlässt. Nach und nach wird die Zeitspanne vor jedem Stopp allmählich länger.
Über den Verfasser: James Kirby ist Webredakteur bei prima-med.com. Diese Webseite liefert Besuchern mittels aktueller Nachrichten, medizinischem Expertenrat sowie Artikeln zu erektiler Dysfunktion und verwandten Themen Informationen zur Sexualgesundheit des Mannes sowie medizinischen Dienstleistungen im Internet. Für weitere Informationen besuchen Sie PrimaMed Deutschland