Haben sie als Kind auch uneinnehmbare Festungen im
Bett ihrer Eltern errichtet? Bär gespielt und eine Höhle gebaut. Mal ganz abgesehen davon, dass sich das große
Bett so fantastisch zum Traumpolin springen eignete! Aber das durfte natürlich kein Erwachsener sehen.
Nachts, lugt der Mond zwischen den Vorhängen herein, die vertrauten Stofftierfreunde, sitzen noch als Teegesellschaft drapiert um den Kindertisch. Ihre Gesichter verziehen sich im Halbdunkeln zu gruseligen Fratzen. Etwas knackt und oder seufzt gar in der Dunkelheit, jetzt weiß jedes Kind, eines ganz genau, unter meinem Bett halten sich Monster versteckt heute Nacht!
Zur späten Stunde noch ein Geheimversteck-bietendes Mobiliar für gruselige Monster, am nächsten Morgen, wenn es in die Schule gehen sollte, der wohligste Ort auf der ganzen Welt. Das Bett, es ist so viel mehr als nur eine Lattenrost, welcher von ein paar zusammengezimmerten Brettern gehalten wird.
Es ist die nicht jugendfreie Spielwiese für frisch verliebte, diese wissen weitaus Besseres zu tun als zu schlafen, finden sie sich im Schlafzimmer ein. Bedenken sie wie viele Kinder jedes Jahr in diesem oft wenig beachteten Möbelstück gezeugt werden. Folglich würde die menschliche Rasse aussterben ohne Bett!
Absurde Gedanke, als nützen wir die Federn nun für das eine, es bietet doch noch so vieles mehr, Schutz vor allem. Sie wollen es erst nicht mehr verlassen, weil sie frisch verliebt und zu zweit sind, sind sie wieder allein und ihr Herz gebrochen, bietet es ihnen nicht nur Zuflucht. Sie können sich beschützt und geborgen fühlen. Es versteckt sie vor der Welt und schmiegt sich liebevoll tröstend an sie.
Es nimmt sie auch auf wenn sie krank sind. Vor Bauchschmerzen sich windend. hustend und die Bettwäsche als Taschentuch missbrauchend. Nichts davon nimmt ihr Bett ihnen übel. Es begleitet sie von der Wiege bis zu Bahre. Denken sie daran, wenn sie heute Abend schlafen gehen und ziehen ihm eine Schraube nach, lassen das Holz neu ein.