Der Urlaub kann kommen – Swarovski Strass ist dabei!
Ob Spontanität und Organisation gegensätzlich sind, darf nicht einfach mit ja beantwortet werden, sondern verlangt nach individueller Betrachtung. Wer statt der üblichen zwei Wochen Bedenkzeit nur drei Tage braucht, um eine bestimmte Entscheidung zu treffen, handelt nach seinem Maßstab spontan. Für andere darf Spontanität nur mit einer sofortigen Entscheidung einhergehen, die nach dem Bauchgefühl-Prinzip getroffen wird. Eine wissenschaftliche Beantwortung dieser Frage hieße, dem Individuum das Individuelle zu stehlen. Jeder ist auf seine eigene Art und Weise spontan und organisiert. Was davon kompatibel ist, hängt von den beteiligten Individuen ab.
Dieser kleine Ausflug in die philosophische Ecke diente nur einem Zweck. Es sollten zwei Charaktere vorgestellt werden, deren Ansichten von Spontanität und Organisation nicht gegensätzlicher sein könnten. Die Rede ist von meiner lieben Freundin Jacqueline und mir. Während ich den spontanen Part übernehme, geht Jacqueline lieber rational organisiert zu Werke. Jacqueline ist nicht langsam oder unschlüssig, ganz und gar nicht. Sie braucht auch beim Bestellen in der Mensa keine Ewigkeit, bis bei allen anderen das Essen kalt ist. Ich meine die Art von Spontanität, die bei Fragen wie – hast du Lust mit mir übermorgen in den Urlaub zu fahren? – zum Tragen kommt. Eine derartige Frage hat natürlich Gewicht und bevor Jacqueline zum „lass mich mal eine Nacht drüber schlafen" ansetzen konnte, begann ich sie mit ein paar meiner Überlegungen zu füttern, um aus ihr endlich mal ein „ok, warum eigentlich nicht"! heraus zu bekommen.
Wir saßen also in unserem Stammcafe in Berlin Kreuzberg. Jacqueline hatte bei meinen Worten aufgehört den Schaum aus ihrem Milchkaffee zu löffeln, und wartete gespannt. Hinter ihrer Sonnenbrille, die sie selber mit Swarovski - Strasssteinen designt hatte, die es auch bei http://www.gogoritas.com/12168_deu.html zu bekommen gibt, sah ich die Falte zwischen ihren Augen. Skepsis gepaart mit offener Neugier.
Ich wusste, dass Jacqueline in den Semesterferien eigentlich mit ihrer Schwester in die Schweiz zum alpinen Bergsteigen fahren wollte. Aber ihre Schwester hatte sich vorgestern bei einem Fahrradunfall das Bein gebrochen, was das gemeinsame Aus für diesen Abenteuerurlaub bedeutete. Und so schnell hat Jacqueline keinen Plan B in der Tasche. Somit hat sie Zeit, das war mein erster Überzeugungspunkt.
Mit dem zweiten Punkt machte ich ihr die Reise als solche schmackhaft. Ich erzählte ihr von meiner Idee, mit dem Auto eine Städtetour durch Europa zu machen, um ein paar alte Freundinnen zu besuchen, die mittlerweile in allen Himmelsrichtungen verstreut leben. Ok, das mit der Europareise war natürlich ein wenig dick aufgetragen. Moldawien liegt ebenso wenig auf meiner Reiseroute wie Georgien und Ungarn. Es ist nicht mal Halbeuropa, aber es reicht trotzdem. Und wenn man sich für alle Leute ein wenig Zeit nehmen möchte, sind acht Wochen Semesterferien rasch vorbei.
Mit meinem letzten Punkt wollte ich Jacquelines Abenteuerlust wachrufen. Ich versuchte also ihre Begeisterung zu entfachen, indem ich ihr sagte, dass solche Reisen, die auch ein wenig verrückt sind, alleine aufgrund der Zeitspanne von acht Wochen, nur in der Studienzeit möglich sind. Später arbeitet man oder man hat Familie. Dann werden spontane Entscheidungen wie diese ohnehin schwierig. Ein Lächeln umspielte Jacquelines Mundwinkel und sie sagte „okay, warum eigentlich nicht".