Deutschlandweit und jederzeit im Internet zu surfen, das muss nicht länger nur ein Traum sein. Der Technologiefortschritt ermöglicht mittlerweile einen schnellen Internet-Zugang über das Mobilfunknetz. Der ständige Ausbau der leistungsfähigen UMTS-Netze sorgt für DSL-vergleichbare Geschwindigkeiten um überall und zu jeder Zeit mobil im Internet zu surfen. Heute profitieren vor allem Bewohner größerer Städte von den neuen Möglichkeiten, da dicht besiedelte Gebiete bereits sehr gut mit UMTS/HSDPA/HSUPA ausgebaut sind.
Der Begriff UMTS sollte für die Meisten irgendwie schon einmal mit der Mobilfunktechnologie in Verbindung gebracht worden sein. Vor allem die Versteigerung der Frequenzen sorgte im Jahr 2000 für heiße Diskussionen. Die Bedeutung von HSDPA und HSUPA sind aber meist nur Technikfans ein Begriff. Eigentlich genügt es zu wissen, dass es sich bei HSPA, Oberbegriff für HSDPA und HSUPA, um eine Weiterentwicklung des UMTS-Standards handelt.
Die neue Technologie ermöglicht vor allem eine deutlich schnellere Datenübertragungsgeschwindigkeit. Aktuell sind somit bis zu 7,2 Mbit/s im Download und bis zu 2,0 Mbit/s im Upload möglich. Im günstigen Fall erreichen die Geschwindigkeiten somit ein Niveau einer DSL 6000 Flatrate. Im Schnitt liegt die Übertragungsrate in etwa bei einer DSL 2000 Verbindung.
Das deutschlandweit verfügbare Internet ist somit unabhängig von einem Festnetzanschluss zu einer attraktiven Alternative geworden. Insbesondere für diejenigen, die einen Internet-Anschluss zur Informationssuche, zum Online-Shopping oder zum Abrufen und Versenden von E-Mails nutzen möchten.
Für Online-Games und der häufigen Nutzung datenintensiver Downloads oder Video- und Musikstreams, ist nach wie vor der Festnetz-Tarif die bessere Wahl. Der Hauptgrund dafür liegt dabei an der Geschwindigkeitsdrosselung sämtlicher Datentarife ab einem gewissen Transfervolumen. In der Praxis werden nämlich zahlreiche
mobile Internet Flatrates ab einem Datenvolumen von 5 GB je Kalendermonat deutlich auf ca. 56k-Modem Geschwindigkeit gedrosselt. Bei einem normalen Surfverhalten stellt diese Limitierung jedoch kaum eine oder gar keine Einschränkung dar.
Die Qual der Wahl entsteht schlussendlich bei der Entscheidung über den passenden Tarif und Anbieter. Neben zahlreichen Prepaid-Angeboten gibt es sehr viele Anbieter von Monatsflatrates mit Vertrag. Daher sollte man sich zunächst über den Einsatzzweck und –häufigkeit Gedanken machen. Anschließend lohnt es sich bei etwa 30-40 Anbietern die Tarife und vor allem die Kosten zu vergleichen.
Wurde alles gut recherchiert, steht dem Ausflug ins mobile Internet eigentlich nichts mehr im Wege.
Ingo Just