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Der tragische Tod des Robert Enke

Autor: Desiree-Sophie | Erstellt am: 15.11.2009 | Gelesen: 1005
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Warum gelten Depressionen bloß immer noch als Tabuthema?

Seit dem sich Robert Enke am 10.10.2009 das Leben genommen hat, gibt es kaum noch etwas anderes, was die Nachrichten beschäftigt. Viele Menschen fragen sich nun wahrscheinlich, ob dies nicht etwas übertrieben ist. Schließlich sterben jeden Tag Menschen, über die nie etwas gesagt werden wird. Doch warum tut sich Teresa Enke eine Pressekonferenz überhaupt an? Was muss es doch für sie für eine Qual gewesen sein, vor die Presse zu treten und über ihren verstorbenen Mann zu reden. Vielleicht wollte sie etwas gut machen, da Robert nie den Mut hatte, seine Gefühle öffentlich zu zeigen. Doch letzten Endes sind dies auch nur Spekulationen, am Besten wird dies wohl nur Teresa selber wissen.

Doch es ist wichtig, dass endlich solche Tabuthemen gebrochen werden, denn schließlich sind Depressionen nicht nur im Fußball ein absolutes Tabuthema. Vielleicht hätte es gar nicht so weit kommen müssen, hätte sich Robert Enke an die Öffentlichkeit getraut. Doch die Angst überwiegte, vielleicht hatte er einfach Angst, dass seine Karriere den Bach hinunter gehen würde, schließlich war der Fußball sein Leben. Doch wie Theo Zwanziger sagte, Fußball darf nicht das Leben bestimmen, und man sollte auch hinter die Fassade eines Menschen schauen. Und dann eben auch noch die Angst, seine kleine Tochter Laila zu verlieren, obwohl dies überhaupt nicht stimmte, wahrscheinlich wollte er das Positive gar nicht mehr sehen. Er hatte eben einfach Versagungs- und Verlustängste. Es ist doch traurig, dass nicht mal die engsten Verwandten etwas von seinen Selbstmordplänen mitbekamen. Dies ist einfach eine Frage, die ich mir persönlich nicht erklären kann.

Vielleicht hat Robert Enkes tragischer Tod die Gesellschaft etwas aufgerüttelt, denn vielleicht hätte man sich so etwas auch denken können, schließlich hat Robert ja so einiges mit machen müssen, und ich denke, dass schlimmste in seinem und Teresas Leben war der Tod seiner kleinen Tochter Lara. Vielleicht sollte man dies als einziges positives sehen, dass er jetzt wieder bei ihr ist, ein ganz kleiner Trost für uns Trauernde.

Hoffentlich passiert so etwas nie wieder, denn jeder Mensch sollte das Recht haben zu seinen Gefühlen zu stehen, ohne Angst haben zu müssen!!!

15. November 2009, Désirée-Sophie Lepell
 
 
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