Feng Shui
Auch in unserem Kulturkreis ist das Feng Shui immer öfter anzutreffen.
Es hat sich auf leisen Sohlen in die westliche
Esoterik und Lichtarbeit eingeschlichen und hat sich von dort auch in anderen Gesellschaftsbereichen etabliert. Beim Feng Shui handelt es sich um ein aus China kommendes System, mit dem die Harmonisierung von Inneneinrichtungen in Wohnungen und Häusern erreicht werden soll. Auch in der Bauplanung und der Architektur kann dieses System bereits angewandt werden. Grundlage des Feng Shui ist der Gedanke, dass die Energien in Wohnungen, Häusern oder auch im Garten frei fließen sollen. Wenn hier die Einrichtung falsch angeordnet werden würde, so könne der Energiefluss blockiert werden. So achtet man beim Feng Shui beispielsweise darauf, dass Ecken und spitze Kanten vermieden werden und stattdessen geschwungene, runde Formen vorherrschen. Ansonsten, so die Philosophie dahinter, könnten positive Energien abgelenkt werden.
Inzwischen gibt es jedoch eine steigende Anzahl an Aussteigern aus dem Feng Shui. Denn bei Näherem Hinsehen entpuppt sich dieses System als Okkultismus. Grundlage sind die Qi (Ki/Chi) Energien, gemäß der chinesischen Philosophie Lebensenergien, die überall um uns herum vorhanden sein sollen. Das dahinter steckende Gottesbild ist mit dem
Gott der Bibel nicht vereinbar. Gott ist keineswegs nur eine unpersönliche Energie bzw. die Quelle dieser Energie. Gott ist ganz anders, er ist der liebende und persönliche Gott, der uns in Jesus Christus begegnet. In Gottes Wort ist nirgendwo die Rede davon, dass es irgendwelche verborgenen, magisch wirkenden Kräfte gäbe, die der Mensch durch Geomantie und esoterische Riten aufspüren müsse, um sich mit deren Hilfe „in Harmonie" mit sich und der Natur zu leben.
Denn hier geraten wir in den Bereich der Magie. Auch die Magie geht davon aus, dass es Menschen möglich sein soll, Elemente oder Energien für eigene Zwecke zu nutzen. Man müsse nur eine Formel sprechen und schon geschehe etwas. Das ist vergleichbar mit dem Feng Shui. Der Mensch muss nur eine Vase (um ein Beispiel zu nennen) an die richtige Stelle platzieren und schon würden die Energien harmonisieren. Das führt inzwischen bei vielen Menschen zu einem steigenden Stress. Alles muss an der richtigen Stelle stehen. Wehe, etwas ist nicht korrekt an seinem Platz. Das führt bei den Anwendern keineswegs zu einer Harmonisierung, sondern zu einer Belastung und Überforderung. Denn Harmonie ist nicht mit solchen Methoden zu erreichen. Harmonie kann ein Mensch nur innerlich erreichen. Gott wünscht sich in erster Linie nicht, dass wir unsere Vasen richtig aufstellen, sondern dass wir im Vertrauen zu Jesus Christus kommen. Das ist der einzige Weg, der einem Menschen inneren Frieden und Harmonie schenken kann.
Eckart Haase