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Der St. Pauli Stürmer und die Wettmafia

Autor: FranziSteiner | Erstellt am: 18.01.2011 | Gelesen: 533
Kategorie: Freizeit - Hobby & Unterhaltung | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - 'Am Ball allerdings war er besser als zwischen River, Turn und Flop' sagte ein Mitspieler über den besten Torschützen der Saison 2007/2008.

René Schnitzler
René Schnitzler
„Am Ball allerdings war er besser als zwischen River, Turn und Flop" sagte ein Mitspieler über den besten Torschützen der Saison 2007/2008. Schade eigentlich, denn sonst könnte man heute wohl eine andere und vermutlich schönere Geschichte über den St. Pauli Stürmer René Schnitzler erzählen.

Er hatte kräftig Talent in den Beinen, war ein Ausnahmefußballspieler, aber leider schien seine Leidenschaft ganz woanders zu liegen. Schnitzler war Glücksspieler mit einem Hang zur Spielsucht - das war den Teamkollegen bekannt. Schließlich bat er ihnen Geld für das Ausleihen von Personalausweisen um sich Zugang zu den Casinos zu verschaffen, bei denen er sich bereits Hausverbot eingehandelt hatte.

Wer wohl nichts gemerkt hatte war die Führungsetage des Fußballvereins. „Mit so etwas hätten wir nie und nimmer gerechnet." äußerte man sich, als Schnitzler in einem ausgedehnten Interview mit der Zeitschrift Stern viele unschöne Details seiner Glücksspiel-„Karriere" schilderte. Denn er spielte an den Casino Tischen nicht annährend so gut wie auf dem Bolzplatz. Er machte kräftig Schulden und als die Casinos ihm den Zugang verweigerte, ging er online verzockte dort Beträge in fünfstelligen Höhen. Hätte die Chefetage vom St. Pauli mal besser ein Auge darauf gehabt, denn als das Fußballspiel die Spielschulden nicht mehr kompensieren konnte, ließ sich der Stürmer Schnitzler mit besonders zwielichtigen Gestalten ein. Die Wettmafia gab ihm 100 tausend Euro dafür, dass er die Spiele manipulierte. Ich habe Geld genommen, das ja, aber ich habe nicht manipuliert, ich habe nicht mal dran gedacht." versicherte der Spieler.

Das verschlechterte zwar nicht seine Situation im St. Pauli, verbesserte aber auch nicht seine Situation gegenüber dem Glücksspiel. Offenbar musste Schnitzler aufgrund seiner Schulden schwere Drohungen über sich ergehen lassen und mitunter um sein Leben fürchten. Im Interview erklärte er, ihm wurde gedroht, man würde ihn „an einen Pfosten in der Elbe binden und warten, bis die Flut kommt". Spätestens dann hätte ein vernünftiger Mensch wohl die Notbremse gezogen, aber wie der St Pauli Trainer sagte: „In den Beinen Weltklasse, im Kopf Kreisklasse C."

Ein schlechtes Beispiel ist Schnitzler mit all den falschen Entscheidungen die er getroffen hat nicht nur für die Fußballszene, sondern auch für die Comunity um Poker, Casino und Online Gambling herum. Viele Spieler, die mit einer gesunden Leidenschaft spielen, ohne sich und ihr Konto dabei zu gefährden und das Glücksspiel als ungefährliches Hobby verstehen, fürchten schlechte Schlagzeilen.

Franziska Steiner
 
 
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