Abnehmen und das Gewicht dauerhaft halten
Die Energiebilanz des Körpers
Der menschliche Körper funktioniert ähnlich wie ein Auto, das nur läuft, wenn es mit Benzin vollgetankt ist. Der Mensch benötigt ebenfalls einen Treibstoff, um zu funktionieren, nämlich Energie aus der Nahrung. Energie (Kilokalorien) ist für sämtliche Lebensvorgänge notwendig - für die Bewegung, das Herz-Kreislauf-System sowie zum Denken und Atmen. Entspricht die Energieaufnahme dabei dem jeweiligen Energiebedarf, bleiben der Körper und das Gewicht in Balance. Fällt die Aufnahme jedoch dauerhaft höher aus, steigt das Körpergewicht langfristig an.
Abnehmen kann folglich nur gelingen, wenn die Energieaufnahme geringer ist als der Energieverbrauch durch tägliche körperliche Aktivitäten. Das heißt: Die Kalorienmenge wird reduziert und der Kalorienverbrauch durch Sport und Bewegung erhöht. Beide Faktoren können dann zum Purzeln der Pfunde beitragen. Die Nahrungsaufnahme sollte aber keinesfalls zu sehr eingeschränkt werden. Mögliche Abnehm-Erfolge sind ansonsten nur von kurzer Dauer. Der Jo-Jo-Effekt stellt sich ein. Der Körper wird durch den Nahrungsmangel unter Stress gesetzt und versucht instinktiv, an Essbares heranzukommen. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Überlebenstrieb. Früher oder später kommt es zu einem unkontrollierten Essverhalten, das zu einer Gewichtszunahme führen kann. Eine Mangelernährung kann langfristig außerdem zu körperlichen Beschwerden und Gesundheitsproblemen führen, weil die Zufuhr lebensnotwendiger Nährstoffe nicht mehr gewährleistet ist.
Erfolgversprechende Maßnahmen
Die beste Basis fürs Abnehmen sind eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung und regelmäßige Bewegung. Um das Gewicht zu halten, sollte nur so viel Energie zu sich genommen werden, wie am Tag verbraucht wird. Wer abnehmen und die Energiezufuhr reduzieren möchte, sollte sich zunächst einen Überblick über die eigenen Essgewohnheiten verschaffen. Ein Ernährungstagebuch kann zum Beispiel dabei helfen. Es zeigt auf, was, wann gegessen und getrunken wird und ob eventuell zu den „falschen" Nahrungsmitteln gegriffen wurde. In erfolgreichen Diäten empfiehlt sich stets eine Beobachtung des persönlichen Essverhaltens. Da es viele verschiedene Diäten gibt, sollte immer geprüft werden, welche davon wirklich geeignet und ausgewogen ist, um gesund und erfolgreich abzunehmen.
Für eine erfolgreiche Gewichtsreduzierung ist es außerdem wichtig, sich selbst zu motivieren, wenn das Gefühl eintritt, nicht weiter durchhalten zu können. Wer lernt, bewusst auf die Sättigungsgefühle des Körpers zu achten und zwischen Appetit und Hunger zu unterscheiden, wird erfolgreicher abnehmen. Experten haben belegt, dass aber auch Erbanlagen das Körpergewicht beeinflussen können. Die Veranlagung für „Bequemlichkeit" und einen niedrigen Energieverbrauch kann also auch in den Genen liegen. Darüber hinaus können körpereigene Hormone und Medikamente für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein. Aus diesem Grund sollte eine Diät möglichst unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden.
Bewegung spielt eine (ge-)wichtige Rolle
Um gesund abzunehmen und das Wohlfühlgewicht langfristig zu halten, sollte Bewegung in den täglichen Ablauf integriert werden. Sportliche Aktivitäten verbrauchen Kalorien und halten fit. Sport soll dabei natürlich Spaß machen. Deshalb muss jeder für sich selbst herausfinden, was ihm liegt und gut tut. Die einen mögen lange Spaziergänge oder joggen täglich einige Kilometer, die anderen halten sich durch Schwimmen und Radfahren fit oder besuchen regelmäßig ein Fitness-Studio.
Sport wirkt sich gleich im doppelten Sinne positiv auf das Befinden aus. Es fördert die Gesundheit und formt darüber hinaus einen tollen Körper. Durch regelmäßiges Training werden Muskeln aufgebaut. Diese wiederum verbrauchen mehr Kalorien als Körperfett. Die Formel lautet: Je größer die Muskelmasse, desto höher der Grundumsatz. Ein „muskulöser" Körper verbraucht also auch dann mehr Energie als ein „normaler" Körper, wenn er sich nicht bewegt. Mit einem leichten Krafttraining können die Muskeln ganz gezielt gestärkt werden.
Alfred Kues