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Der Sohn des Diktators Gaddafi in Deutschland

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 04.05.2011 | Gelesen: 655
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - In Libyen gehen die Kämpfe zwischen den Rebellen und den Truppen des Diktators Gaddafi unvermindert weiter.

Saif al-Arab Gaddafi
Saif al-Arab Gaddafi
In Libyen gehen die Kämpfe zwischen den Rebellen und den Truppen des Diktators Gaddafi unvermindert weiter. Tatsächlich soll das Vorgehen von Gaddafis Truppen in den vergangenen Tagen noch skrupelloser gewesen sein. Als Grund dafür wird der wahrscheinliche Tod eines von Gaddafis Söhnen gesehen. Saif al-Arab heißt der – vermutlich jüngste - Spross des Diktatoren-Clans und soll bei einem Luftangriff der Nato-Truppen auf die Stadt Tripolis umgekommen sein.

International hat keiner der Söhne von Gaddafi einen besonders guten Ruf. Da war auch Saif al-Arab keine Ausnahme, der unter anderem auch mehrere Jahre in Deutschland lebte. Genauer gesagt zog in Hamburg von einer luxuriösen Behausung zur anderen – unter anderem die ehemalige Villa des Ex-Chefs von Hypo Real Estate und einer Suite im berühmten „Bayerischen Hof". Da das vermögen seines Vaters allgemein auf mehrere Milliarden geschätzt wird, konnte er sich so was auch leisten und bekam dazu noch ein Taschengeld von monatlich 300 tausend Euro.

Keine schlechte Ausgangsposition um ein ausschweifendes Leben zu führen und das tat der Sohn von Gaddafi auch. Schnelle Autos, Alkohol und Frauen waren wohl ein ständiger Begleiter des jungen Mannes und dabei geriet er auch das ein oder andere Mal mit den deutschen gesetzten auf Tuchfühlung. Elf Mal musste die deutsche Justiz gegenüber Saif al-Arab ermitteln und die Liste der Anschuldigungen reichte dabei von Fahren ohne gültigen Ausweis bis hin zu Morddrohungen – letzteres inklusive der Drohung mit einer illegalen Handfeuerwaffe.

Für die Justiz war es dabei immer eine Art russisches Roulette, sich mit dem Sohn des Diktators anzulegen. Denn wenn es um seine Söhne geht, reagierte Gaddafi bisher absurd aggressiv. 2008 musste das auch die Schweiz am eigenen leib erfahren, als ein anderer Sohn Gaddafis dort wegen Körperverletzung verhaftet wurde. Daraufhin erklärte Gaddafi der Schweiz den heiligen Krieg und forderte, dass das Land zerschlagen und aufgeteilt werden solle. Hinzu kam die Festnahme von Schweizer Geschäftsmänner in Libyen und die Einstellung von Erdöllieferungen an die Schweiz.

Lena Koch
 
 
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