Der grüne Garten am Rande der Sahara
Blühende Mandelbäume, Trüffeln und Weintrauben - lassen Sie sich von der Vielfalt der Wüstenbegrünung in Algerien am Rande der Sahara verzaubern! Äpfel, Melonen, Erbsen, Spinat, Zucchini, grüner Salat, Kartoffeln, Zwiebeln und Getreide wachsen dank des regelmäßigen Regens am Rande der Sahara.
Mit Hilfe eines speziellen Geräts, dem Cloudbuster, ist es Madjid Abdellaziz gelungen, für ein bestimmtes Gebiet im Norden Afrikas immer wieder für einige Stunden Regenwolken zu schaffen, die für ertragreiche grüne Felder notwendig sind. In diesem 30 Hektar großen Paradies („Djanan") wachsen Getreide, Obstbäume, Kartoffeln und Salat.
Afrika blutet: Die Bürgerkriege in Mali und Nigeria, das Flüchtlingsdrama der Sahraouis aus der West-Sahara. Aus Zentral- und Westafrika strömen viele Menschen nach Norden. Sie haben keine Perspektive in der Zeit – also suchen sie eine Perspektive im Raum. Es sind Überlebende von Massakern, bei denen ganze Dörfer ausgelöscht wurden, Kindersoldaten, die das Töten nicht mehr können, Frauen, denen der Weg zum Brunnen beschwerlicher geworden ist als der Weg nach Europa. Die Hälfte von ihnen stirbt auf dem Weg durch die Sahara. Von denen, die die Küste erreichen und bei einer der Schlepperbanden ein Ticket nach Europa ergattern, ertrinkt wiederum die Hälfte im Mittelmeer. Die maltesischen Fischer trauen sich kaum noch aufs Meer zu fahren. Es gibt Tage, an denen sie mehr Leichen in den Netzen haben als Fische. Die Glücklichen werden in Lagern interniert. Vielleicht dürfen sie zu Dumpinglöhnen schwarz auf spanischen Erdbeerfarmen arbeiten.
So entstand die Idee von Madjid Abdellaziz, die Flüchtlinge aus Afrika in einem neu geschaffenen grünen Gürtel aufzunehmen. Sie zu lehren, das Klima zu "heilen", der Wüste mit Wald- und Ackerbau zu begegnen. Und sie zurück nach Hause zu schicken. Eine Heerschar von Messiassen. Madjid Abdellaziz nennt den grünen Gürtel einfach „die Welle". In seiner Vision sieht er einen wenige Kilometer breiten grünen Streifen, der sich quer durch Nordafrika zieht. Lebensraum für die, die bleiben möchten. Lehrwerkstatt für die, die aus Liebe zu ihren Familien zurückkehren möchten. Bollwerk für Europa. Pufferspeicher für die Völker der arabischen Mittelmeerküste. Denn wenn Europa die Grenzen schließt, werden sie einen Weg finden müssen, mit dem traditionell schlechten Verhältnis der Bevölkerung zu den Schwarzafrikanern umzugehen. Sonst drohen neue Verteilungskriege.
Begonnen werden sollte die Welle, so Madjid Abdellaziz, mit kleinen Enklaven, ähnlich Djanan, im Abstand von 500 Kilometern.
Lesen Sie mehr über das grüne Paradies am Rande der Sahara im GreenBalance-Magazin unter
www.greenbalance.atGenießen Sie eindrucksvolle Fotos des grünen Paradieses umgeben von Sanddünen!
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