Grenzenlose Waldwildnis im ersten deutschen Nationalpark
Wer in seinem Urlaub freie und nahezu unberührte Natur hautnah erleben möchte, der ist bei seinen Nachforschungen sicher bereits auf den Bayerischen Wald mit seinem Nationalpark gestoßen. Gerade der
Nationalpark Bayerischer Wald macht den Bayerwald zu etwas besonderem: Die Philosophie bei Gründung dieses Schutzgebietes vor über vierzig Jahren lautete „Natur Natur sein lassen", wodurch sich im Laufe der Jahrzehnte zwischen Falkenstein, Rachel und Lusen eine prägnante Waldlandschaft entwickeln konnte, in der sich die Natur zu einer grenzenlosen Waldwildnis ausbreiten konnte. Zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Sumava bildet der Bayerische Wald einen über 900km² großen Urwald – ein solch großes Waldschutzgebiet ist in Mitteleuropa einzigartig.
Für den Besucher bietet sich ein einzigartiges Naturschauspiel, das er auf rund 300 km markierten Wanderwegen und 200 km Radwegen selbst oder mit Führern entdecken kann. Hier kann die Tier- und Pflanzenwelt im Aufichtenwald über den Bergmischwald bis zum Bergfichtenwald bestaunt werden, erläutert durch zahlreiche Hinweistafeln, welche die Begebenheiten des jeweiligen Waldes mit einfachen Worten erläutern. Die beiden Nationalparkzentren in Neuschönau und Ludwigsthal und die Tierfreigehege tun ihr übriges, um den Urlaub vor allem für Kinder zu etwas ganz besonderem zu machen. Den dort können die Besucher in dem großräumigen Tierfreigelände die heimischen Tiere beobachten. Neben Braunbären, Wildschweinen, Luchs, Wölfen, Fischottern und Wildkatzen können über 36 verschiedene Vogel- und Säugetierarten beobachtet und ihre Lebensweise kennengelernt werden. Das Tierfreigelände ist so aufgebaut, dass der Waldspaziergang um den kompletten Nationalpark mit der Tierbeobachtung verbunden werden kann.
Auch die beiden Besucherzentren, das „
Hans-Eisenmann-Haus", sowie das „
Haus zur Wildnis" informieren die Urlauber über die beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava, sowie die umgebenden Gebiete jenseits der Landesgrenzen. 3D-Kino, Nationalparkgastronomie, Besucherladen, eine Bibliothek und verschiedene Dauerausstellungen zur Natur im Nationalpark lassen den Aufenthalt in den beiden Informationszentren auch für die kleinen Besucher zu einer lehrreichen Angelegenheit werden, bei der keine Langeweile aufkommt.
All dies lässt den
Nationalpark Bayerischer Wald eine ganz eigene und besondere Faszination ausüben. Er zeigt das Wechselspiel der Natur in den Jahreszeiten, die Unendlichkeit des Naturkreislaufs mit all seinen Lebewesen und Pflanzen – für jeden selbst erleb- und verstehbar.
Autor: Otto Freimuth