Rosalba Carriera
Unter
Kunsthandel wird das
Handeln mit Kunstwerken verstanden, und das zu gewerblichen Zwecken. Dieser Handel fand seinen Ursprung bereits um 1200 v. Chr. und hat bis heutige Bestand. Dabei zählte zur
Kunst nicht ausschließlich selbst Erschaffenes aus den kreativen Händen des Künstlers, speziell während der Renaissance galt es, das fürstliche Anspruchsdenken mit der Ausführung von Auftragsarbeiten zu befriedigen.
Noch heute lassen sich die kunstvollen Anfertigungen in vielen Schlössern bewundern. Der Anspruch war einfach, die Räume sollten geschmückt werden durch Prunk. Gerne auch überladen und kitschig. Dies geschah nicht immer zum Wohlwollen des Künstlers selbst, verstand er sich mehr als Handwerker, trug wohl aber zur regelmäßigen Füllung seines Geldbeutels bei. Aus diesem Grund sind viel Werke nicht mit Monogrammen in Form von Initialen des Künstlers versehen. In diesen Zeiten nahm die Kunst einfach einen anderen Stellenwert ein.
Erst einige Jahrzehnte später fand ein stetiges Umdenken statt. Kunst sollte wieder einen eigenen Platz bekommen, eben Kunst um ihrer selbst willen werden. Im Zuge dieser Abkehr von der handwerklich ausgerichteten Kunst eroberte sie sich auch ihren eigenen Platz im Handel zurück.
Sie wurde etwas „wert", die Kunst emanzipierte sich.
Welche Arten von Kunst veräußert werden, reicht von klassischer Malerei, über Bildhauerei bis hin zu stilvollen Plastiken. Auch Formen und Stilrichtungen obliegen der Hand des Künstlers. Grundsätzlich gilt das Prinzip, je älter das Werk und je seltener, desto mehr lässt sich auf dem freien Markt dafür erzielen. Speziell Werke, die einzigartig sind, erzielen bei Sammlern und Kunstkennern Höchstpreise. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist die
Mona Lisa von
Leonardo da Vinci. Doch nicht nur Werke längst verstorbener Künstler können hohe Preise erzielen, der Kunstmarkt bietet auch gute Chancen für junge Künstler, sich zu etablieren. Anders als in der Konsumwelt gibt es in der
Kunst keine festen Anhaltspunkte, wonach sich der Preis richtet, denn kein anderer Bereich ist so subjektiv bestimmt wie der
Kunstmarkt. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Doch dabei zählen nicht nur die Beliebtheit des Erschaffers selbst, sondern auch die Art des Bildes oder Objekts, die Qualität und die Passung nach Wunsch desjenigen, der es erwerben möchte.
Aufgrund des großen Umsatzes findet der
Handel mit den Kunstwerken meist hinter geschlossenen Türen statt. Typische Händler sind Galerien und Auktionshäuser, aber auch Museen oder Messen sind gute Anlaufpunkte für den Verkauf oder den Erwerb von außergewöhnlichen Bildern oder Objekten.
Der Handel als solcher kann von jeder Person betrieben werden, ein spezielles Studium ist nicht notwendig.
Isabel Gómez