Honda Jazz Hybrid (Bild: Honda)
Mit dem Insight setzte Honda auf eine technologiebegeisterte aber preisbewusste Kundschaft, der CR-Z soll vor allem junge, dynamische Autofahrer ansprechen, die zugleich aber Wert auf ein möglichst umweltfreundliches Auto legen. Auf dem Pariser Autosalon Anfang Oktober 2010 wurde von Honda jüngst der erste Kleinwagen mit Hybridantrieb vorgestellt, der serienmäßig erhältlich ist:
Der Honda Jazz Hybrid.
Wie bereits erwähnt, bietet der japanische Hersteller mit dem Insight, dem
Honda CR-Z Hybrid oder auch dem Civic Hybrid bereits verschiedene Fahrzeugmodelle mit Hybridantrieb an. Mit dem sogenannten Mildhybridsystem des Jazz Hybrid ist es zwar nicht möglich, gezielt nur einen der beiden eingebauten Motoren zum Fahren auszuwählen - wie etwa beim Vollhybridantrieb des Toyota Prius - aber trotzdem ist es möglich bei niedriger Geschwindigkeit rein elektrisch zu fahren.
Der aus dem Honda Insight Hybrid bewährte Motor kommt auch im Honda Jazz Hybrid zum Einsatz, ein 1,3 Liter i-VTEC Motor mit CVT-Getriebe. Dieser wird mit einem Elektromotor kombiniert, der zwischen Getriebe und VTEC Motor platziert ist. Das CVT-Getriebe überträgt die Kraft auf die Vorderräder und der Benzinmotor leistet 88 PS, die vom Elektromotor mit 10 kW (14 PS) unterstützt werden. Im Schiebebetrieb und beim Bremsen gewinnt der Elektromotor dank regenerativen Bremsen elektrische Energie zurück. Die Möglichkeit kurze Strecken bei geringer bis mittlerer Geschwindigkeit rein elektrisch zu fahren, erlaubt das sogenannte Segeln.
Laut Aussage des Autoherstellers soll der Gesamtkraftstoffverbrauch bei nur 4,4 Liter auf 100 km liegen und der CO2-Ausstoß wird mit 104 Gramm pro Kilometer angegeben.
Trotz der zusätzlichen Komponenten wie Batterien und Elektromotor beim Hybridantrieb bleibt das großzügige Raumangebot des Honda Jazz erhalten. Dies gilt sowohl für den Innenraum wie auch für den Kofferraum, der das Volumen von 300 Litern behält. Möglich wurde dies durch die Platzierung der IMA-Batterie sowie der Leistungssteuerungseinheit unter dem Kofferraumboden. Bei umgelegten Sitzen kann der Kofferraum sogar auf geräumige 831 Liter erweitert werden.
Von den normalen Jazzversionen unterscheidet sich der Hybrid optisch nur leicht. Neuer Frontgrill, veränderte Stoßfänger und die Heckklappe ziert eine neue Chromspange. Auch die blaue Scheinwerfereinfassung ist neu. Bei der Innenausstattung wird außerdem auch Leder als Sitzbezug erhältlich sein, was es auf dem europäischen Markt bisher noch nicht gab. Als Farbtöne werden alle Farben der alten Baureihe plus Lime Green metallic erhältlich sein.
Der Verkaufsstart in Deutschland wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 sein. Der Honda Jazz Hybrid wird mit Sicherheit das Topmodell seiner Baureihe werden und preislich über 17.000 Euro liegen, aber, keinesfalls mehr kosten als der Honda Insight, der ab 19.950 Euro zu haben ist.
Autor: Christopher Tan