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Der Frühling ist da! Checkliste für das Anlegen eines Teiches!

Autor: Teichprofi | Erstellt am: 11.04.2017 | Gelesen: 572
Kategorie: Haus - Garten & Heimwerk | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Teiche halten in heutigen Gärten immer häufiger Einzug. Der Wunsch nach einem eigenen Teich ist nach wie vor groß. Doch was muss beim Anlegen eines Teiches beachtet werden?

Ein Miniteich im Garten
Ein Miniteich im Garten

Heutzutage entscheiden sich immer mehr Großgrundbesitzer für einen Teich im eigenen Garten. In der heutigen stressigen und schnelllebigen Zeit ist der Wunsch nach einem heimischen Ruhepol nicht verwunderlich. Heutzutage ist nicht einmal ein großes Grundstück vonnöten. Selbst ein Balkon einer Stadtwohnung kann durch einen Balkonteich zur friedlichen Stadtoase verwandelt werden. Möglich ist heute alles - die Frage ist nur: Welcher Teich ist der richtige für mich? Viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Zunächst einmal ist die Größe des Grundstücks entscheidend. Ein Schwimmteich beispielsweise braucht viel Platz. Ein Koiteich hingegen ist kosten- und zeitintensiv. Zudem spielen natürlich die eigenen Bedürfnisse eine wichtige Rolle.

Auf der Suche nach dem passenden Teich sollten Sie sich folgende Fragen zunächst selbst beantworten:

  1. Wie groß ist mein Grundstück und wie viel Platz steht für einen Teich zur Verfügung?
  2. Habe ich eine Terrasse oder steht der Bau einer Terrasse zeitnah an?
  3. Möchte ich im eigenen Teich schwimmen?
  4. Wie sieht es mit Teichbewohnern aus? Möchte ich Kois oder reichen Goldfische?
  5. Wie viel Budget steht zur Verfügung?
  6. Wie viel Zeit für die Teichwartung und -pflege steht mir zur Verfügung
  7. Möchte ich meinen Teich naturnah oder modern gestalten?

Wenn Sie all diese Fragen beantworten können, dann ist der erste Schritt getan. Dann können Sie nämlich selbst einschätzen, ob Ihr Teich ein Gartenteich, Koiteich, Terrassenteich, Schwimmteich, Miniteich, Hochteich oder Balkonteich wird. Für all diese Teicharten gibt es unterschiedliche Dinge, die es zu beachten gilt. Entsprechende Ratgeber-Artikel finden Sie auf www.teich-profi.de. Exemplarisch möchte ich hier die wichtigsten Punkte, die es beim Anlegen des konventionellen Gartenteiches zu beachten gibt, ansprechen:

1. Den Umriss abstecken

Die Definition der Teichlage gehört zur wichtigsten und ersten Aufgabe Ihres Teichbau-Projekts. Nichts hat größere Konsequenzen als die Position des Teichs. Hierbei sollte die Umgebung genau analysiert werden. Der Teich sollte nicht im Hang liegen. Ansonsten würde verschmutztes Regenwasser in den Teich geschwemmt werden. Insofern ist eine hohe Lage sinnvoll. Auch sollten keine Laubbäume in unmittelbarer Nähe stehen. Das erhöht den ´Pflege- und Reinigungsaufwand im Sommer Herbst erheblich. Nun muss die Entscheidung zur Größe des Gartenteichs getroffen werden. Dazu sollten Sie den Umriss des Teiches abstecken. Eine Schnur oder Holfpflöcke eignen sich prima dafür.

2. Die Erde ausheben

Im nächsten Schritt folgt das Ausheben der Teichgrube. Bei großen Gartenteichen bietet sich ein Minibagger an. Kleine Teiche können Sie aber auch mit einem Spaten ausheben. Das kostet natürlich Zeit und Kraft. Achten Sie beim Ausheben darauf, die Grube in Uferzone, Flachwasserzone und Tiefwasserzone einzuteilen. Diese Zonen werden zum Schluss mit unterschiedlichen Pflanzen besetzt. Außerdem ist ein solcher Aufbau sehr natürlich. Auch Seen sind so aufgebaut. Um den Wasserpflanzen einen besseren Halt zu geben, können Sie die Zonen "stufenförmig" aufbauen. Bei einem gewöhnlichen Gartenteich sollte die Flachwasserzone bei etwa 40 cm bis 50 cm liegen und die Tiefwasserzone bei ca. 150 cm.

3. Das Teichvlies verlegen

Das Teichvlies hat eine sehr wichtige Aufgabe. Es schützt die Teichfolie ein Teichleben lang vor Beschädigungen aus dem Erdreich. Daher ist hier besonderes Augenmerk auf die Vliesqualität und -stärke zu richten. Die schlimmsten Feinde sind spitze Wurzeln und Steine. Aber auch Nagetiere können hier eine Gefahr darstellen. Bevor Sie also das Teichvlies verlegen, sollte die Teichgrube sorgfältig bereinigt werden. Steine und Wurzeln sollten entfernt werden. Das Teichvlies sollte mit einer deutlichen Überlappung verlegt werden. Wurzeln, die nicht entfernt werden können, sowie andere geometrisch kritische Bereiche sollten mit einer zusätzlichen Vliesschicht bedeckt werden.

4. Die Teichfolie verlegen

Die Teichfolie hat die besonders wichtige Aufgabe, ein Teichleben lang wasserdicht zu sein. Ein Leck in der Folie ist immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Meist gestaltet sich bereits die Suche nach der Undichtigkeit schwerer als man annehmen würde. Insofern ist auch hier wichtig, auf Folienqualität zu achten. Dazu gehören aber auch die richtige Materialauswahl und die richtige Folienstärke. Das beste Material ist aktuell EPDM. Da es jedoch deutlich teurer als die konventionelle PVC-Folie ist, wird oftmals zur "Standard"-Folie gegriffen. Jedoch ist auch die PVC-Folie stabil, reißfest und lange haltbar. Die EPDM-Folie allerdings ist fast doppelt so haltbar wie die PVC-Folie. Ich empfehle Ihnen bei dem Kauf einer Teichfolie stets die maßgeschneiderte Variante. Bestellen Sie sich eine Folie nach Maß, so sparen Sie sich das aufwändige Verkleben der Teichfolie. Außerdem birgt das immer ein Risiko gegen Auftreten einer Undichtigkeit.

5. Die Gestaltung der Randzone

Nachdem der Großteil geschafft ist, wird nun der Randbereich bearbeitet. Als Vorbereitung für die Bepflanzung der Flachwasserzone werden gerne Böschungsmatten eingesetzt. Diese bieten den Teichpflanzen einen festen Halt. Sie sollten mit schweren Steinen fixiert werden. Sollten Sie sich für ein Steilufer entscheiden, können auch Pflanzentaschen eingesetzt werden. Auch diese werden am oberen Rand mit Steinen fixiert. Im Anschluss wird die Sumpfzone bearbeitet. Dazu wird die überflüssige Teichfolie abgeschnitten. Achten Sie auf ein einheitlich hohes Niveau. Bedenken Sie, dass der Wasserstand bei starken Regenfällen auch ansteigen kann. Auch dann sollte kein Teichwasser auslaufen. Anschließend wird der gesamte Sumpfzonenbereich mit Kies aufgefüllt.

6. Die Installation der Filteranlage

Eine Filteranlage ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie einen großen Fischbestand in Ihrem Gartenteich haben. Bei einem Teichfilter wird in eine mechanische und eine biologische Filtrierung unterschieden. Die mechanische Filtrierung funktioniert nach dem Maschen-Prinzip. Alles was durch die Maschengröße des Filtersiebs hindurchpasst, bleibt im Teichwasser. Alles andere bleibt im Filter hängen. Bei der biologischen Filtrierung bilden Bakterien und Mikroorganismen einen Biofilm auf der Filteroberfläche. Diese Mikroorganismen ernähren sich von organischen Schadstoffen aus dem Teichwasser. Ein solcher Biofilm muss sich jedoch erst einmal ausbilden. Dies kann durch die Hinzugabe von Starterbakterien deutlich beschleunigt werden. Bei der Installation der Teichfilteranlage richten Sie sich unbedingt an die Herstellervorgaben. Dem Teichfilter liegt immer eine Einbauanleitung bei. Achten Sie beim Vergraben des Teichfilters auf eine Serviceöffnung. Diese muss frei zugänglich bleiben, um Filtersiebe tauschen zu können.

7. Die individuelle Bepflanzung

Zum Schluss wird der Teich nach Belieben bepflanzt. An der Flachwasserzone werden geeignete Pflanzen auf den Böschungsmatten gepflanzt. Für die Bepflanzung der Tiefwasserzone werden gerne Gitterkörbe eingesetzt. Das vereinfacht die Installation und verringert den Pflegeaufwand. Besonders häufig werden hier Teich- oder Seerosen eingesetzt. Durch die Gitterkörbe wird das Wurzelwachstum zudem mechanisch begrenzt. So kommt es nicht zur ungewollten Ausbreitung der Teichpflanzen.

Tipps und Anregungen zur Ausstattung eines Gartenteichs

Ein Gartenteich kann individuell verschönert und erweitert werden. Beispielsweise ist die Erweiterung durch einen Bachlauf sinnvoll. Den Bachlauf können Sie sinnvoll in den Filterkreislauf integrieren. Darüber hinaus wirkt plätscherndes Gewässer erwiesenermaßen beruhigend. Und auch die Fische haben etwas davon. Der Sauerstoffeintrag ins Wasser wird erhöht. Das können Sie außerdem durch einen Springbrunnen erreichen. Gerade bei großem Fischbestand ist das durchaus sinnvoll. Eine Alternative stellt die Belüfterpumpe dar. Das ist aber Geschmackssache. Möchten Sie langfristig Strom sparen, so greifen Sie zum Solar-Springbrunnen oder zur Solar-Belüfterpumpe. Die Anschaffung ist zwar teurer, jedoch amortisiert sich die Anschaffung schnell über die geringeren Stromkosten.

Autor: Tobias Friedrich

 
 
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