Baustelle
Die Auswirkungen eines Sturzes aus einer gefährlichen Fallhöhe können für Menschen in der Arbeitswelt, aber auch in der Freizeit, folgenschwer sein. Da Bau- und Montagearbeiten mit einem erhöhten Unfallrisiko durch Absturz verbunden sind, schreibt der Gesetzgeber dem Arbeitgeber vor, wirksame Vorkehrungen zur Absturzsicherung zu treffen. Zu den besonders gefährdeten Bereichen zählen Gerüstarbeiten, die Fassadenreinigung, die Begehung von Kranauslegern sowie der Schiffsbau. Für das Arbeiten in großer Höhe gibt es genormte persönliche Schutzausrüstungen (PSA), z.B. Auffanggurte, Haltegurte und Höhensicherungsgeräte. Aber auch bei Kinderspielplätzen und Sportstätten (z.B. Kletterwände oder Trampoline) wird mit einem
Fallschutz einer möglichen Kopfverletzung vorgebeugt. Im Handel ist eine breite Palette verschiedener Fallschutz-Produkte erhältlich, die in unzähligen industriellen und sportlichen Bereichen zum Einsatz kommen.
Industrie und Arbeitsschutz stellen eine untrennbare Einheit darDer Fallschutz ist ein wesentliches Element der
Arbeitssicherheit. Mit dem geeigneten Fallschutzprodukt werden vor allem kritische Kopfverletzungen minimiert. Außerdem werden das Verletzungsrisiko und Bruchschäden reduziert, bis hin zur Verhinderung von Stürzen mit tödlichem Ausgang. Wichtig ist, dass die hochwertigen Sicherheitsprodukte sich in einwandfreiem Zustand befinden, was durch Sachverständige überprüft wird. Fehlerhafte Gurtsysteme und Sicherungsseile müssen aussortiert werden. Ein Fallschutz sowie eine Abseilhilfe ist z.B. ein Auffanggurt nach DIN EN 361. Für die Wartung von Masten wurde zusammen mit den Elektrizitätswerken spezielle Auffanggurte entwickelt, die besonders bei der Wartung von Hochspannungsleitungen zum Einsatz kommen. Gute Dienste leisten auch die vielgestaltigen, genormten Fallschutzplatten verschiedener Stärken für die Sturzprävention bis 3 Meter. Diese Platten sind leicht zu verlegen und zu reinigen.
Sicherheit auf dem Kinderspielplatz – ein sensibler BereichDer Fallschutz (bereits ab 600 mm) spielt auf Kinderspielplätzen eine große Rolle und wurde in die gesetzlichen Rahmenbestimmungen aufgenommen. Man unterscheidet natürliche Spielplatzböden (z.B. Holzhäcksel oder Rundkies) und künstliche Beläge. Die Fähigkeit zur Stoßdämpfung der künstlich hergestellten Spielplatzböden wird mittels HIC-Methode (Head Injury Criterion) überprüft. Der oft verwendete Sekundärkautschuk nach der Euro-Norm 1177 besitzt einem HIC-Wert von 1000. Er gehört zu den neu entwickelten Materialien zum Abfedern von Sturzrisiken. Nicht nur Kinder können sich beim Spielen verletzen, auch Erwachsene sind bei einigen ihrer Hobbies „absturzgefährdet". Die Kletterwand sollte einen Stoß dämpfenden Untergrund besitzen. Als Sportmatte wird meist eine festere Ausführung einer Bodenmatte gewählt, um das Turnen und Ballspielen abzusichern. Bei Wildwasserfahrten im Kajak können Auffang- und Haltgurte schlimme Verletzungen verhindern.
Text von Daniel Schweitzer