Die meisten Menschen denken über die Wahl ihrer E-Mail-Adresse nicht genug nach. Meist ist für sie nur wichtig, dass sie überhaupt per E-Mail erreichbar sind, und kosten soll es nach Möglichkeit nichts. Inzwischen gibt es ja zahlreiche
Email Anbieter, bei denen man seine Adresse kostenlos erhält. Die Anmeldung ist meist schnell erledigt, man füllt lediglich online ein Formular aus und erhält schon wenige Minuten später seine Zugangsdaten. Natürlich ist noch die Frage, welche Adresse man wählt.
Viele probieren es zunächst mal mit ihrem Vornamen – nur um feststellen zu müssen, dass es Michael(at)xyz.de schon gibt. Selbst Vor- und Zuname können schnell vergeben sein, wenn man beispielsweise Andrea Schmidt oder Peter Müller heißt. Da wird dann schnell das Geburtsjahr hintendran gehängt, oder man wählt gleich einen Fantasienamen – schließlich will man sich ja mit dieser E-Mail-Adresse später auch in diversen Foren tummeln, und da soll ja nicht jeder gleich wissen, wer sich dahinter verbirgt. So kommt dann schnell eine Adresse wie moppel64_3(at)xyz.de zustande. (Die Drei wird angehängt, weil es schon mehrere moppel64 beim Anbieter xyz gibt.)
Aber mal ganz ehrlich – wer würde sich zum Beispiel mit einer solchen Adresse später auf eine Stellenausschreibung bewerben? Die erschütternde Antwort lautet wohl: erstaunlich viele Menschen. Was nur ein weiteres Indiz dafür ist, dass sich viele einfach keine Gedanken darüber machen, was für eine Wirkung sie mit ihrer E-Mail-Adresse – und dazu gehört auch die Domain des Anbieters – erzielen. Selbst wenn die eigene Adresse noch halbwegs seriös wirkt: Die Domains mancher Anbieter, wie etwa hotmail.de, werden so oft für lächerliche Adressen missbraucht, dass sie für sich genommen schon einen wenig seriösen Eindruck machen. Eine sinnvolle Möglichkeit ist es natürlich, sich mehrere verschiedene Adressen zuzulegen, die man dann je nach Situation verwendet. Das kann auch bedeuten, dass man verschiedene
Email Anbieter wählt.
Andreas Mettler