Bikinis für Damen
Wie antike Wandmalereien belegen, gab es den
Damenbikini bereits 400 n. Chr. Die Damen trugen damals ein Höschen und ein Brustband, es ist allerdings nicht geklärt ob es um einen Bikini oder vielleicht doch nur um Unterwäsche handelte. Klar ist, dass die zweiteilige Bademode, um das 19. Jahrhundert, von einem Herrn Valentin Lehr aus Freiburg kreiert wurde. Getragen wurden sie damals aber nur von den Anhängerinnen der Freikörperkultur. Anständige Frauen haben die um 1920 hergestellten Badeanzüge getragen.
Der amerikanische Zweiteiler wurde in den 1930ern in Deutschland populär. Dabei handelte es sich um ein Oberteil, ähnlich einem BH und entweder um einen kurzen Rock oder eine kurze, miederähnliche Hose. Den Bikini, wie er heute bekannt ist wurde 1946 erfunden und im Pariser Nobelbad – Molitor – den Medien präsentiert. Als schamlos und skandalös verrufen, konnte sich der Bikini zuerst nicht durchsetzen, wahrscheinlich weil das Tragen der neuen Badebekleidung an vielen Badeorten nicht erlaubt war. Der Bikini kam und ging, war bis in die 1970er in deutschen Schwimmbädern verboten und es war ein ständiges auf und ab, bis ihm der Durchbruch endlich gelang.
Wenn die Modemacher nicht so hartnäckig am Bikini festgehalten hätten, würden die Frauen heute noch Badeanzüge tragen. Heute kann man Bikinis in allen Variationen und aus den unterschiedlichsten Materialien, in fast allen Bekleidungsgeschäften kaufen. Die Bikinihosen sind von String, über Tanga bis zu Panty erhältlich und die Oberteile als Bustier, Bandeau-Top, Triangel-BH, Push-up-BH usw. Der Tankini ist ebenfalls eine Bikini-Variante und wird gerne von Frauen getragen, die Badeanzüge nicht mögen, aber auch nicht so viel Haut, wie in einem Bikini, zeigen wollen.