Das Thema, das aktuell am Meisten in den Nachrichten diskutiert wird ist der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch. Doch diese extreme Öffentlichkeit kommt um genau zu sein doch erst, seitdem drei junge Soldaten im Kriesengebiet gefallen sind. Warum muss es bloß immer so weit kommen, dass etwas furchtbares passiert, bevor die Menschen auf solche Gebiete aufmerksam gemacht werden?
Anfangs war die Bundeswehr in Afghanistan stationiert, um dort für Frieden zu sorgen und beim Aufbau der Städte zu helfen, aber mitlerweile kann man doch nur noch von Krieg sprechen, auch wenn dass die meisten Politiker nicht so sehen. Doch wie soll man das alles sonst nennen? Täglich hören wir in den Nachrichten, dass sich wieder ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprängt hat. Und mit ihm mussten unschuldige Ziviisten sterben. Die Menschen die einfach nur leben wollen und hoffen, dass diese Spannungen irgendwann aufhören. Doch ein Ende ist noch lange nicht zu sehen. Mittlerweile geht es für die Soldaten auch darum, sich selber zu verteidigen. Sie müssen mit der ständigen Angst leben, ob sie den nächsten Tag überleben werden. Einige von ihnen haben eine Familie im weit entfernten Deutschland und hoffen, dort irgenwann wieder leben zu können.
Und doch verteidigen die Politiker den Einsatz in Afghanistan. Man müsse dafür sorgen, dass in diesem Land wieder eine geordnete Struktur hersche, doch wie soll diese hergestellt werden? Indem Soldaten aus verschiedenen Ländern mit ihren Panzern durch die Städte fahren? Da braucht es einen doch eigentlich nicht zu wundern, dass die Einheimischen keine Lust mehr auf so etwas haben. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass ich solche Anschläge gut heiße, ich verurteile diese aufs schärfste.
Doch wie würde es uns gehen, wenn wir in einem Land leben würden, in dem Arm und Reich und Gut und Böse so nah bei einander leben. In dem jeden Tag Patroullien des Millitäres aus verschiedenen Ländern durch die Straßen rollen würden. Es verwundert kaum, dass sich dort keine geregelte Ordnung finden lässt. Wir würden uns wohl auch nicht wohl fühlen, denn jedes Land möchte verständlicher Weise seine eigenen Regeln aufstellen und logischer Weise wenn möglich ohne ausländische Hilfe.
Vielleicht sollte sich die Bundesregierung (und auch den Soldaten) endlich eingestehen, dass am Hindukusch Krieg herrscht. Denn muss es immer so weit kommen, dass Menschen sterben? Es kann doch nicht sein, dass solche Themen immer nur Aufmerksamkeit bekommen, wenn etwas passiert ist. Und dann wird auch noch gesagt, dass die Soldaten für unser Land gestorben seien. Meiner Ansicht nach sind die Soldaten gestorben, da sie für Frieden sorgen wollten. Was das nun mit Deutschland zu tun hat ist mir einfach rätselhaft!!!
Hoffentlich wird so etwas grausames nicht wieder passieren, denn wir sollten nie aufhören, daran zu glauben, in einer Welt ohne Krieg und Armut leben zu können.
10. April 2010, Désirée-Sophie Lepell