Der Bayerische Wald
Dieses naturbelassene Waldgebiet erstreckt sich über den östlichen Teil von Niederbayern und der Oberpfalz an der Grenze zu Tschechien, wo er in den Böhmerwald übergeht. Im Süden reicht der Bayerische Wald bis nach Österreich, wo er an den Sauwald und an das Mühlviertel grenzt.
So unberührt wie die
Natur im Bayerischen Wald ist, so wild und wundervoll ist sie auch. Das Farbenspiel der Natur mit ihren Facetten, die natürliche Vielfalt der Bäume, Pflanzen, Bäche und der Tiere sind zu jeder Jahreszeit atemberaubend schön. Wahrscheinlich ist es genau das, was immer mehr Urlauber in den Bayerischen Wald, anstatt in fernere Länder zieht. So verzeichneten manche Tourismusorte im Bayerischen Wald 2009 einen Zuwachs an Übernachtungen von bis zu zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt auch ganz deutlich, dass der Tourismus in Deutschland nicht am Ende ist, im Gegenteil, langsam erholt er sich wieder.
Einen großen Anteil an dieser Entwicklung zum Urlauber-Magneten hat auch der
Nationalpark Bayerischer Wald, der eine der Hauptattraktionen im Bayerwald darstellt. Dieser erstreckt sich zwischen den Bergen Lusen und dem Großen Falkenstein auf rund 240 Quadratkilometer. Seit 40 Jahren wuchs hier ein dichter Urwald mit kleinen Seen und Regenmooren heran, die mittlerweile einer großen Zahl an Tieren zum Heim geworden sind. Da sich der Nationalpark auf über 750 Höhenmetern erstreckt, findet sich in diesem stark bewaldeten Gebiet eine riesige Vielfalt an Pflanzen- und Tierwelt. Die beiden Informationszentren „Hans-Eisenmann-Haus" und das „Haus der Wildnis" geben Anschauungsunterricht in Sachen Natur und Tiere. Dort sind auch große Tierfreigehege angschlossen, in denen man einige Bewohner des Bayerischen Waldes bewundern kann: Neben Luchs, Marder, Fuchs und verschiedenen Vogelarten sind hier auch Wölfe und Bären angesiedelt.
Dass die frische Bergluft, kombiniert mit der weiten Bandbreite an unterschiedlichem Gelände prädestiniert für einen Aktivurlaub ist, versteht sich fast von selbst. Sport und Natur passen eben gut zusammen, deshalb sind vor allem Sportarten wie
Nordic-Walking, Tennis, Golf und Mountainbiken beliebte Trends beim
Urlaub im Bayerischen Wald.
Doch nicht nur die
unberührte Natur, die im Bayerischen Wald hautnah erlebt werden kann, ist alleine für den Zuwachs an Übernachtungen verantwortlich. So haben die meisten Hoteliers, die ein
Hotel im Bayerischen Wald besitzen, ihr Hotel mit beträchtlichen Summen umgebaut und um großflächige Wellnessbereiche ergänzt. So findet man kaum mehr ein Hotel, dass neben dem obligatorischen Schwimmbad nicht auch noch einen Whirlpool, Dampfbad, Tepedarium, Solarium oder finnische Sauna in der Bade- und Wellnesslandschaft aufweisen kann. Dies gehört für die immer anspruchsvolleren Gäste mittlerweile zur Grundausstattung, wenn ein Urlaub im Bayerischen Wald gebucht wird. Auch Kosmetik- und Massagebereich gehören für jedes anspruchsvollere Hotel zum guten Ton und wird von den Urlaubern erwartet. Ruheräume, Rasulbad, beheizte Aussenpools und Badeweiher mit Wasserspielen sind für die meisten Gäste ein willkommenes Extra im Wellness-Urlaub. Einige Hotels gehen mittlerweile schon soweit, in den Suiten und Appartements selbst Whirpool, Sauna und Dampfbad einzubauen.
Gerade diese Kombination aus Wellness und Naturerlebnis ist es, die den Bayerischen Wald attraktiv macht. Dadurch hat er auch sein Schattendasein als Urlaubsgebiet ausschließlich für alte Leute abgelegt und man kann beobachten, wie sich immer mehr jüngere Urlauber dazu entschließen, Urlaub im Bayerischen Wald zu machen.
Autor: Otto Freimuth