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Demonstrationen gegen Delfinarien in Münster und Duisburg/Rüge für Umweltämter

Autor: JueOrt | Erstellt am: 14.07.2009 | Gelesen: 790
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Anti-Delfinarien-Demonstrationen - Landesdatenschutzbeauftragte rügt auf WDSF-Antrag die Städte Münster und Duisburg

3000 Luftballons und Tombola-Preise gegen Delfinarien
3000 Luftballons und Tombola-Preise gegen Delfinarien
Hagen/Münster/Duisburg - 14.07.2009 - Das WDSF hatte bereits im letzen Jahr aufgrund einer Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde für das Umweltamt der Stadt Münster, dem Landesumweltamt (LANUV), erreicht, dass im Delfinarium für Halle 2 ein neues Hallendach gebaut werden muss, weil die Lichtverhältnisse für die Delfine nicht optimal sind. Weiterhin wurde vom WDSF beanstandet, dass die Beckengröße für fünf Große Tümmler und sechs Seelöwen nicht ausreichend sei.

Die Stadt Münster übermittelte dem WDSF auf Antrag der weiteren Überprüfung eine Kopie des Ablehnungsbescheides für die Erhöhung der Anzahl der Delfine gegenüber dem Betreiber des Delfinariums im Allwetterzoo. Gleichwohl hatte das Delfinarium im September letzen Jahres drei neue Jungdelfine aufgenommen und einen ausgewachsenen Delfin abgegeben. Gleichzeitig schwärzte die Stadt jedoch in der übermittelten Kopie die Anzahl der tatsächlich beantragten Delfine.

Aufgrund einer Beschwerde des WDSF zu dieser Schwärzung der Dokumente schaltete sich jetzt die Landesdatenschutzbeauftragte ein, und stellte fest, dass die Unkenntlichmachung der Stadt Münster fraglich erscheint, da eine mögliche Verletzung von Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse nicht nachvollziehbar ist und das öffentliche Interesse an der beantragten Offenlegung grundsätzlich überwiegt. Ebenso wird die Stadt Münster von der Aufsichtsbehörde gerügt, weil die weiteren vom WDSF beantragten Unterlagen zu den Herkunftsorten der Delfine, dem Tierhaltungskonzept und den Planungsunterlagen für die auferlegten Umbaumaßnahmen verweigert wurden. Die Landesdatenschutzbeauftragte gibt der Stadt Münster auf, „die Ablehnung des Informationszuganges nochmals zu überdenken und für den Fall einer Ablehnung diese nachvollziehbar zu begründen". Auch die Stadt Duisburg wurde aufgrund ihrer unzureichenden Auskünfte gegenüber dem WDSF von Landesdatenschutzamt gerügt und zur Nachbesserung aufgefordert (s.a.: Stadt-Duisburg-in-der-Kritik...).

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Es ist ganz offensichtlich, dass die Umweltämter der Städte Münster und Duisburg etwas zu verbergen haben. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass bei der Tierhaltung in Münster für insgesamt 11 Meeressäuger in den kleinen, teilweise verschmutzten, Betonbecken gegen gesetzliche Grundlagen verstoßen wird. Wir fordern weiterhin die Schließung der Delfinarien und den Transfer der Tiere zum Herkunftsort der Münsteraner Tiere in das Freiluftgehege in Holland, weil eine Gefangenhaltung niemals den biologischen Grundbedürfnissen der intelligenten Delfine entsprechen kann."

Am kommenden Samstag, den 18. Juli 2009 ab 10:00 Uhr, wird das WDSF mit dem Delfinschützer Andreas Morlok eine polizeilich genehmigte Demonstration in Münster vor dem Friedenssaal am Rathaus auf dem Prinzipalmarkt und am Sonntag, den 19.7.2009 ab 10:00 Uhr, vor dem Haupteingang des Duisburger Zoos durchführen und über 3000 gefüllte Gas-Luftballons mit der Aufschrift „Zoo ohne Delfine" kostenlos verteilen. Bei der Tombola in Münster steht neben interessanten Buchpreisen und Spendengeschenken von Münsteraner Geschäftsleuten, welche die WDSF-Aktion unterstützen, als Hauptpreis eine Whale-Watching-Tour in Madeira/Portugal an.

WDSF-Geschäftsführer
Jürgen Ortmüller
 
 
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