Dehngymnastik
Dehnen ja oder nein?
Wie und vor allem wann soll man sich denen?
Man unterscheidet statisches und dynamisches Dehnen. Beim statischen Dehnen (Stretching) wird der Muskel für längere Zeit (meist 15-45 Sekunden) auf Länge bzw. Dehnung gebracht. Dies ist die verbreiteste Form des Dehnens. Beim dynamischen Dehnen wird die Muskulatur durch gleichmäßig wiederholende Bewegungen im Wechsel gedehnt und wieder gelockert. Finden diese Bewegungen wippend oder federnd statt spricht man vom sog. „ballistischen Dehnen".
Vor- und Nachteile…
Dynamisches Dehnen
Besonders bei Aktivitäten die Schnelligkeit / Kraft / Ausdauer erfordern sollte zuvor keinesfalls statisch gedehnt werden. Durch das langanhaltende Dehnen werden die Muskelfilamente auseinandergezogen, das Bewegungsausmaß zwar vergrößert, die Leistungsfähigkeit des Muskels aber herzabgesetzt. Dies ist auf eine herabgesetzte Muskelspannung zurückzuführen.
Aus diesem Grund sollte man vor dem Krafttraining / Sprint / etc. besser dynamisch dehnen um der Muskulatur die nötige Spannung zu lassen (siehe 100 mtr – Läufer vor dem Start, durch klatschen auf die Muskulatur wird sogar eine Tonuserhöhung bewirkt).
Statisches Dehnen (Stretching)
Dennoch ist statisches Dehnen in vielen Sportarten gerechtfertigt. Meist jedoch sollte dies dann aber als seperate Trainingseinheit in den Trainingsplan eingebaut sein. D.h. nicht unmittelbar vor dem Sport. Beim Schwimmen beispielsweise ist eine große Beweglichkeit vor allem im Schultergelenk erforderlich. Diese wird durch regelmäßiges statisches Dehnen erreicht. Unmittelbar vor dem Wettkampf jedoch würde dies jedoch einen enormen Schnelligkeitsverlust zur Folge haben und sollte daher durch eine kurze dynamische Dehneinheit ersetzt werden.
Verbesserung der Beweglichkeit kann durch entsprechendes Ausgleichstraining wie z.B. Yoga etc. trainiert werden. Yoga in Hanau und weitere Tips finden Sie unter www.yoga-in-hanau.de
Vor, während oder nach dem Sport?
Da eine kalte Muskulatur immer verletzungsanfälliger ist als eine aufgewärmte Muskulatur sollte ein 5-10minütiges Aufwärmtraining dem Dehnen vorgeschalten werden. Ein Dehnen während des Trainings ist aus o.g. Gründen nur bedingt sinnvoll. Nach größerer Anstrengung sollte ebenfalls auf intensives Dehnen verzichtet werden. Anfallende Schlackstoffe während intensivem Training wie Laktat können durch statisches Dehnen (Stretching) sogar schlechter abtransportiert werden, da statisches Dehnen die Durchblutung mindert. Mikroverletzungen wie sie durch intensives Krafttraining entstehen können durch anschließendes Dehnen vergrößert werden. Auch hier empfiehlt sich ein Dehnen als separate Trainingseinheit an einem anderen Tag oder einige Stunden später!
Individuell auf Sie abgestimmte Dehnübungen und Trainingspläne bekommen Sie von Ihrem eigenen
Personaltrainer.
Viel Spaß beim Trainieren