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Datenschutzprobleme mit dem IPv6 Protokoll?

Autor: datenschutz | Erstellt am: 06.05.2011 | Gelesen: 267
Kategorie: Recht - Gesetz & Steuern | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Das Neue Internet Protokoll und der Datenschutz

Der Welt gehen die Internet Adressen aus, genauer gesagt, die IP-Adressen (IPv4). Die Internet Assigned Numbers Authority Verwaltung (IANA), die für die weltweite Verwaltung der IP Adressen zuständig ist, hat gewarnt das die IPv4 Adressen bald komplett aufgebraucht sind. Grund ist der stetige Anstieg von Internetzugängen und der Verbreitung von IP Telefonie.

IPv4 wurde im Jahre 1980 in Betrieb genommen und macht knapp 4,3 Milliarden Kombinationen möglich, basierend auf einer 32Bit Adresse. Und diese Adressen werden langsam aber sicher knapp.

Das neue Protokoll, IPv6, steht schon in den Startlöchern. IPv6 verwendet 128Bit und so ist es möglich mit IPv6 340 Sextillionen Adressen zu vergeben! Diese Menge ist natürlich absolut unverbrauchbar und genau hier kommen Datenschützer in einen Konflikt.

Derzeit ist es so, dass die Provider dynamische IP Adresse vergeben. Also jedes Mal wenn man sich in das Internet einwählt, bekommt man eine dynamische IP Adresse zugewiesen, bis man sich neu verbindet oder die Zwangstrennung eine neue IP Adresse vergibt. Eine IP Adresse ist ein personenbezogenes Datum, es ist technisch mögliche den Anschlussinhaber und Besitzer darüber zu identifizieren, hier gibt es auch noch Streitbedarf, dieses ist aber ein gesondertes Thema.

Mit dem IPv6 Protokoll könnten alle IP Adressen statisch bleiben, also man erhält bei jeder Einwahl die gleiche IP Adresse. Möchte man jetzt als Nutzer z.B., aus welchen Gründen auch immer, seine IP Adresse ändern, so ist dieses durch ein trennen und erneutes Verbinden nicht mehr möglich, man wird immer wieder die gleiche IP Adresse beziehen und genau das kritisieren Datenschützer.

Man ist durch diese Adresse eindeutig identifizierbar, auch aus Datensicherheitsaspekten ist dieses nicht wirklich förderlich, ein Angreifer benötigt also lediglich immer nur die erste IP des Betroffenen PCs um später weiter Attacken durchführen zu können, auch kleinere Unternehmen, die bisher auch dynamische IPs bekommen haben, werden dadurch angreifbarer.

Bisher ist aber wohl noch nicht geregelt ob die IPv6 Adressen wirklich statisch zugwiesen werden, daher wird man abwarten müssen wie dieses geregelt werden soll. Das IPv6 zum Zuge kommt ist wohl klar, wie aber der Umgang mit den Adressen gehandhabt wird, steht wohl noch in den Sternen.

Sascha Hasselbach
 
 
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