Die Wissenschaft bekräftigt immer wieder: echtes Wahrsagen gibt es nicht! Und doch kommen viele Menschen nicht ohne die Hilfe von Kartenlesern, Handlesern und Engelkundlern aus.Da gibt es die gestandene Geschäftsfrau, den unsicheren jungen Menschen, den angehenden Geschäftsmann, sie alle lassen sich beraten: ob man die Krebs-Operation durchführen lassen soll; ob es sich lohnt, um den Ex-Freund zu kämpfen; ob man eine angebotene geschäftliche Chance nutzen soll; ob sich die eigene Zukunft rosig darstellt.
Der Ungläubige schlägt die Hände über dem Kopf zusammen - so kann man doch keine lebenswichtigen Entscheidungen treffen! Und dann fällt dem Einen oder Anderen wieder die Tante ein, die mit ihrer Kaffeesatzleserei oft richtig gelegen hat. Und hat nicht der Wahrsager neulich nur aus den Handlinien heraus gewusst, wieviele Kinder man hat, und dass in den letzten Monaten eine schwere Lebenssituation überstanden wurde? Unterhält man sich über
Wahrsagen, lehnen erst Alle ab, an so etwas zu glauben. Und dann geben doch Alle zu, schon Überraschungen erlebt zu haben. Vielleicht ist ja doch was dran?
Und schließlich geht man mit einer ganz anderen Überzeugung an eine Sache heran: die Karten, die Sterne oder das Schicksal stehen dahinter, der Wahrsager hat es gesagt, da muss es doch zum Erfolg führen! Dass eine solche positive Einstellung wesentlich zum Erfolg beiträgt, darin sind sich die Wissenschaftler nun ganz einig.
Birgit Skof