Mangelkrankheiten sind so alt wie die Menschheit selbst, auch wenn man damals von Vitaminen noch nichts wusste. Nachtblindheit, ausgelöst durch Mangel an Vitamin A, war bereits in der Antike ein bekanntes Übel. In alten Schriften aus Ägypten wird zur Heilung das Verzehren von Leber empfohlen. Ein Mittel, das man auch heute noch als sehr wirksam einstuft. Leber enthält Unmengen an Vitamin A.
Seinen Namen hat das Vitamin A daher, dass es das erste bekannte fettlösliche Vitamin war. Also bekam es den Buchstaben A. Früher bezeichnete man dieses Vitamin auch als das Augenvitamin, denn es war auch schon damals bekannt, dass es gut für die Augen ist. In der Fachsprache wird es heute als Retinol bezeichnet, was sich von der Retina, der Netzhaut im Auge, ableitet. Eine Vorstufe des Vitamin A ist das Beta - Carotin, das im Körper selbst zu Vitamin A umgewandelt werden kann.
Es ist ausschließlich Inhaltsstoff pflanzlicher Lebensmittel. Vitamin A selbst kommt nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor. Das Beta - Carotin ist aber mehr als nur ein Pro- Vitamin. Es hat ganz eigenständige Funktionen. Vitamin A ist in den tierischen Lebensmitteln an Fett gebunden. Im Darm wird diese Bindung gespalten, und durch ein körpereigenes Fett ersetzt. Ein Eiweißbaustein dient dann als Transporter in Richtung Leber, wo das Vitamin A eingelagert wird.
Bei Bedarf wird es dann wieder in das Blut abgegeben. Von dort aus gelangt es in die verschiedenen Organe, die Vitamin A benötigen. In der Hautpflege spielt das Vitamin A eine große Rolle, denn es hat eine wichtige Funktion beim Aufbau und bei der Erneuerung unserer Haut. Wer nicht genügend Vitamin A durch seine Ernährung zu sich nimmt, kann auf Vitaminpräparate zurückgreifen. Eine große Auswahl findet man in einer
Online Apotheke oder in Drogeriemärkten.
Vitamin A hilft auch beim Aufbau der Schleimhäute. Dies betrifft insbesondere die Atemwege, den Verdauungstrakt und die Harnwege. Diese werden widerstandsfähiger gegen Bakterien, Parasiten oder Viren. Unsere Barriere gegen die Außenwelt wird damit gestärkt, und kann ihre Funktionen erfüllen. Es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin A die Wirksamkeit krebserregender Stoffe abschwächt. Dies betrifft insbesondere die Raucher unter uns. Wenn die Vitamin A, und insbesondere die Beta - Carotin Zufuhr niedrig liegt, dann steigt auch die Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken. Versuche haben ergeben, dass der Körper gegenüber stark Krebs erzeugenden Stoffen unempfindlicher reagiert, wenn gleichzeitig viel Vitamin A zugegeben wird. Zu viel Vitamin A kann auch giftig sein. Am gesündesten ist eine abwechslungsreiche Ernährung.