Stempel
Das Wort Stempel entstammt aus dem althochdeutschen von stemphil »
Stößel«.
Stempel waren schon im Altertum bekannt, aber wenig
genutzt. Im 16.Jahrhundert bürgerte sich der Brauch ein, das Notariatszeichen auf den notariellen Urkunden, die nicht gesiegelt, sondern nur unterschrieben zu werden brauchten, durch einen
Stempel (
Druckstock) aufzubringen waren. Ab dem 18.Jahrhundert kommen Abdrucke von Stempeln vor, die zum Siegeln eingerichtet waren. Diese wurden auch zum Stempeln benutzt. Dabei rußte man die Stempelplatte ein und drückte so ab. Die Schrift und die Embleme erscheinen anschließen hell auf dunklem Grund.
Zum Ende des 18.Jahrhunderts wurden besonders Behördenstempel zur Beglaubigung von Schriftstücken benutzt. Die Herstellung
behördlicher Stempel oblag dabei meist den staatlichen Münzanstalten. Die heute häufige Wiedergabe handschriftlicher Unterschriften durch Stempelabdruck geht auf den Vollziehungsstempel Maximilians I. »per regem per se« zurück. In China gilt zum Beispiel ein Namensstempel als rechtsgültige Unterschrift.
Im Mittelalter wurden Stempel-Werkzeuge zu authentischen Siegeln mit dem Tod des Inhabers »gebrochen« oder durch Zerkratzen ungültig gemacht.
Stempel aus öffentlichen Archiven wurden in beschränktem Umfang an Siegelsammlungen angegliedert.
Stempeln ist eine grafische Technik. Auch im Zeitalter der elektronischen Medien benutzen wir sowohl geschäftlich als auch im privaten Bereich immer noch Stempel. Als Klassiker der Bürokommunikation hat sich dieses Hilfsmittel über all die Jahre bewährt und weiterentwickelt, sodass es verschiedene Ausführung am Markt gibt. Moderne Technik und Design erleichtert den Büroalltag mit der Stempelnutzung für individuelle Texte und Logos bis zur Unterzeichnung von Vertragswerken, die ohne
Automatikstempel und Unterschriften nicht ihre Gültigkeit erlangen.
Sekretärinnen und Buchhaltungskräfte schätzen die Datums- und Buchungsstempel, die eine einfache Schreibarbeit erleichtern. Stempel mit immer wiederkehrenden Texten, Infos und Kurznachrichten sparen einfach Zeit im Büroalltag, sodass man wiederholende Vermerke wie „Gebucht", „Bezahlt" und oder „Kopie" schnell und bequem auf die Schriftstücke aufdrucken kann und daher in keinem Büro fehlen sollten. Im Alltag begegnen uns Stempel, die von einer staatlichen Prüfstelle oder vom Eichamt angebracht werden. Ebenfalls werden im Schmuckbereich Feingehaltsstempel eingesetzt.
Sie können für Ihren privaten Bereich auch Ihre gewünschten Stempel im Online-Shop einfach selbst gestalten und nach Musterabdruck bestellen. Selbst Grafiken upzuloaden und eine Vorschau des erstellten Abdrucks sind vor dem eigentlichen Bestellprozess mithilfe Ihres Computer zuhause möglich.
Für die herkömmliche Stempelnutzung wie beispielsweise traditionelle Handstempel benötigen Sie nach wie vor Stempelkissen und Stempelfarbe. In der kreativen Gestaltung sowohl zuhause als auch im Kindergarten sind für die kleinen und großen Bastler Motiv- und Prägestempel beliebtes Handwerkszeug. In Bastelshops finden Sie eine reiche Auswahl für Kartengestaltung und Papierarbeiten ganz nach Themenwunsch und Bestellmenge.

Das oftmals handgetätigte Druckgerät ist mit festen oder auswechselbaren Buchstaben, Zahlen und Bildzeichen aus Gummi, Kunststoff oder Metall versehene. Diese werden durch nachtränkbare Farbkissen eingefärbt. Oft sogar selbsttätig während des Stempelns (
Selbstfärber).
Stempel können auch aus einem automatisch weiterzählenden Ziffernwerk (
Numeroteur, Paginiermaschine) bestehen. Mechanisch oder elektrisch angetriebene Nummernstempel mit oder ohne Datumstempel dienen bei Fließbandfertigung und Verpackungsstraßen zur Kontrolle von Produktions- und Versandmengen.
Häufig werden heute auch Prägestempel als Eindruck in Kunststofffolien, Bleche u.a. verwendet.
Wenn Sie in heutigen Zeit
Stempel bestellen möchten dauert das ganze nicht länger als 5 Minuten.
Michel Toussaint