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Wolkenstein - Er galt als Favourit und hat alle Erwartungen erfüllt: Mirko Celestino siegt im Südtirol Sellarond HERO Mtb – Marathon, das heute zum zweiten Mal veranstaltet wurde und 1600 Bikern ein unvergessliche Erlebnis bedeutet hat. Der Gewinner aus dem Team Axevo Haibike Semperlux hat das Ziel in Wolkenstein in Gröden mit erhobenen Armen überschritten. Weitere Medaillen gehen im 82 km – Rennen auf der HERO Strecke an den aus Bergamo stammenden Juri Ragnoli vom Scott Team, der sich als letzter vor der Übermacht von Celestino ergibt und nach 2´44" dem Sieger durchs Ziel folgt. Bronze geht an Alexey Medvedev von der Elettroveneta Corratec Mannschaft, der nach einer anfänglichen Flucht um einen Medaillenplatz gekämpft und nach 4:35´06" das Rennen abgeschlossen und dabei den Südtiroler Johann Pallhuber übertroffen hat. Der Erfolg von Celestino, Bronzeträger der Marathon Weltmeisterschaft, bricht nach einer Einzelflucht von Medvedev ein, welcher beabsichtigthatte das GPM von Dantercepies zu gewinnen und dem es gelang, bis zum Campolongo Pass einen Vorsprung beizubehalten, als ihn die Verfolger, angeführt von Celestini, in der darauffolgenden Abfahrt schließlich einholten. Die Abwesenheit von Massimo De Bertolis war spürbar; er gehörte zu den Wettkampfavoriten und musste sich aufgrund einer zweifachen Reifenpanne während der ersten Abfahrt am Grödner Pass zurückziehen. Das Rennen setzte sich unter ligurischer Anführung von Celestino fort, welcher von da an den Rhythmus angab und sich mehr und mehr von der Gruppe abkapselte bis er schließlich den Duron Pass alleine bezwang. Bei der letzten Abfahrt kollidiert der Wettkampfleader versehentlich mit einem Zuschauer und holt sich beim Sturz eine starke Kontusion am rechten Knie: «Wir sind beide gestürzt, sobald der Herr mir gesagt hat, dass alles ok sei, bin ich gleich wieder aufgestanden und weitergefahren», kommentiert Celestino am Ziel, «ich bin ich echt froh, ein solch wunderschönes Rennen gewonnen zu haben.» Mit 4:26'07" hat Celestino die Rekordzeit des Siegers im Vorjahr, Klaus Fontana, um 20 Minuten übertrumpft.
Letzterer hat heute mit Startnummer eins den siebten Platz im Rennen erzielt. Bei den Frauen hat heute die Deutsche Katrin Schwing vom Trek-Domatec Team großen Erfolg gefeiert; sie schloss die HERO Strecke in 5:59'09" ab. Den zweiten Platz gewann Barbara Kaltenhauser in 6:12'57" und den dritten Anna Ferrari vom Elettroveneta-Corratec Team in 6:20'08", welche im vergangenen Jahr gesiegt hatte. Das 50 km Rennen gewinnt der 21jährige Stefano Dal Grande (3:04'20") vom FullDynamix Team und schlägt dabei den gleichaltrigen Argentinier German Dorhmann Manzano (Team Axevo Haibike Semperlux) mit einem Zeitvorsrpung von 3'14". Daniel Jung aus Südtirol vom Team Mountain Heroes gelang es mit 3:15'05" den dritten Platz einzuholen; dabei konnte er nicht seine Zweitplatzierung vom Vorjahr verbessern.
Im 50 km Rennen waren unter der Kategorie Hobby auch die Jet Männer des italienischen Alpin Ski anwesend: Der Weltmeister Christof Innerhofer (4:38'54") schloss auf Platz 35 ab, sein Teamkollege Peter Fill (4:16'19") auf Platz 11. Der dritte Jet Mann des italienischen Alpin Ski, Florian Eisath, musste sich nach einem Sturz zurückziehen um sich am Brunecker Krankenhaus aufgrund einer schweren Hautabschürfung am Ellbogen verarzten zu lassen. Glückwünsche an den Assessor für Mobilität und Wirtschaft der Autonomen Provinz Bozen, Thomas Widmann, welcher nach der Erfahrung im vergangenen Jahr, die zweite HERO Veranstaltung auf Platz 28 in 4:30'55" abschloss. Im Frauenrennen siegte Michela Benzoni vom Team Lissone MTB in 3:45'23" aus Bergamo vor der Boznerin Andrea Tasser (Team Sarntal Rad) mit einem Zeitunterschied von beinah 15 Minuten, gefolgt von Kristien Nelen aus Belgien vom Scott Goeman Cyclim Team.
«Da das Rennen nun in bester Art und Weise beendet ist, geht unsere Danksagung an all jene, die sich an der HERO Veranstaltung beteiligt haben – meldet Peter Runggaldier, Co-organisator neben Gerhard Vanzi von Südtirol Sellaronda HERO – in erster Linie bedanken wir uns bei den hunderten Freiwilligen, welche die Organisation mit Enthusiasmus unterstützt haben: ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.» In diesem Sinne geht das Dankeschön weiter an alle Partnervereine und auch an die lokalen Institutionen wie der Turismusverband von Wolkenstein in Gröden, Grödnertal Marketing und die Turismusvereine von Alta Badia, Arabba, Fassatal und Seiseralm.
Der nächste Treffpunkt ist nun im Fernsehen: am 5. Juli um 21.30h kann man die Emotionen des Rennens nacherleben in einer von Rai Sport 1 ausgestrahlten Zusammenfassung.
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