
Ein Passivhaus kann sowohl ein Blockhaus als auch ein Fertighaus aber auch ein in massiver Bauweise erstelltes Holzhaus sein. Der Name
Passivhaus leitet sich vielmehr aus der Tatsache ab, dass dieses Haus ein adäquates Raumklima besitzt, ohne sich dabei an Hilfsmitteln wie Heizung oder Klimasystemen bedienen zu müssen. Dieses Haus regelt seine Temperaturen also passiv- ohne Beeinflussung von außen.
Damit steht das Passivhaus natürlich besonders im Interesse der zahlreichen Sparfüchse und Klimabewahrer, da es in seinem Energiehaushalt etwa das Niedrigenergiehaus bei weitem übertrifft. Generell geht man bei einem dieser Häuser von einem Heizwert von weniger als 15 kWh pro Quadratmeter im laufenden Jahr aus. Hierbei spielen die optische Kompaktheit des Hauses und deren Wärmeschutz eine wesentliche Rolle. Auch die Energienutzung seitens der natürlichen Einstrahlung wird mittels Solarenergie und Photovoltaik effizient genutzt. Dieser gewonnene Strom wird dann durch Kollektoren in das normale Stromnetz eingespeist oder gespeichert, womit man hinsichtlich der zahlreichen elektronischen Endgeräte keinerlei Verzicht akzeptieren muss.
Speziell angefertigte Fensterkombinationen filtern die direkte Bestrahlung und lassen den Wohnraum auch bei großer Hitze im Sommer angenehm kühl erscheinen ohne sich einer externen Kühlung bedienen zu müssen. Über einen im Erdreich integrierten Wärmeaustausch wird kalte und zugige Luft erwärmt, ehe sie ins Haus gelangt. Bevor diese dann durch Abluftsauger entweichen kann wird der energieträchtigste Teil mittels Gegenstromwärmer wieder getauscht. Somit werden hier dank der natürlichen Naturressorcen die kostenintensiven Heizquellen gespart. Berücksichtigt man dazu etwas die
Strompreisentwicklung
der letzten Jahre und projiziert dies auf die geplante Nutzungsdauer eines Hauses, werden die langfristigen Vorteile offensichtlich.
Das Passivhaus ist somit ein Haus in dem alle verfügbaren Parallelen zur kommerziellen Energiegewinnung gekonnt kombiniert und effektiv genutzt werden.
Robert Hartl