Medizinern haftet schon ein gewisser Nimbus an, von ihnen verspricht man sich Heilung, wenn man krank ist. In diese „
Halbgötter in Weiß" setzt man sein ganzes Vertrauen, wenn man krank danieder liegt. Der Beruf des Arztes zählt neben der Jurisprudenz und dem Lehrberuf zu den angesehensten Tätigkeiten, man wird respektiert und angesehen. Doch bis man soweit ist, muss man einen weiten Weg zurücklegen. Das Medizinstudium zählt mit zu den anspruchsvollsten und umfangreichsten Studiengängen überhaupt.
Studienzulassung
Und auch der Zugang zum
Medizinstudium ist hart umkämpft. Das Medizinstudium hat eine bundesweite Zulassungsbeschränkung, den Numerus Clausus, welcher sehr hoch angesiedelt ist. Nur diejenigen mit den besten Noten haben reelle Chancen auf einen Studienplatz in der Humanmedizin. Die einzelnen Studienplätze werden von der ZVS vergeben, an die jeweils Abiturbesten und an die auf der Warteleiste. Einen Teil der Medizinstudenten wählen die Universitäten nach verschiedenen Auswahlkriterien auch direkt aus. Eine ist beispielsweise der Test für Medizinische Studiengänge (TMS), welcher von der ITB Consulting GmbH durchgeführt wird.
Studienverlauf
Zunächst einmal unterliegt das
Medizinstudium in Deutschland der bundeseinheitlichen Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO). Die Regelstudienzeit beträgt 12 Semester und 3 Monate, die Zeit für die Doktorarbeit mitinbegriffen. Das Studium der Humanmedizin teilt sich in den vorklinischen Teil, an dessen Ende das Physikum, eine Art Zwischenprüfung steht und den klinischen Teil. In den ersten vier Semestern werden den Studenten die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin vermittelt. Sie lernen in verschiedenen Fächern wie Anatomie, Physik, Psychologie und Molekularbiologie, wie der menschliche Körper im Normalzustand funktioniert. Nach erfolgreich bestandenem Physikum werden im Hautstudium oder klinischen Teil die Diagnose von Krankheiten und vor allen Dingen deren Behandlung und Heilung gelehrt.
Einen großen Teil der Berufsausbildung der angehenden Ätzte wird auch in verschiedenen Praktika und Lehreinheiten in Krankenhäusern vollzogen. Der klinische Teil schließt auch das praktische Jahr mit ein, welches auf verschiedenen Stationen im Krankenhaus absolviert wird. Nach der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung kann die Approbation für die Berufsausübung beantragt werden. Nach erfolgtem Studium folgt eine mehrjährige Fachausbildung in der sich der angehende Mediziner auf eine Fachrichtung, beispielsweise Kardiologie, Chirurgie oder Venerologie spezialisiert und zum Facharzt ausgebildet wird. Als fertiger Mediziner kann er eine Praxis eröffnen, in einem Krankenhaus arbeiten, in die Forschung gehen oder im Gesundheitsministerium als Berater tätig werden.