Das Märchen von der Versichertengemeinschaft
Versicherungsgesellschaften sind keine Banken, machen aber dennoch ein enormes Geschäft mit dem Verleihen von Geld. Ob Hypotheken - Darlehen oder Privat – Darlehen die Versicherungsgesellschaften gehen mit dem Geld der Versicherungsnehmer großzügig um, wenn ein ordentlicher Gewinn winkt. Allerdings partizipiert der Kunde kaum an diesen Renditen, da das meiste den Aktionären vorbehalten ist.
Anders als bei Banken, handelt es sich bei dem Geld das Lebensversicherungsgesellschaften verleihen nicht um Fremdkapital, sondern um die Einlagen, also das selbst einbezahlte Geld des Beleihers. Da es sich um kein Fremdkapital handelt das erst beschafft werden muss, ebenso um kein fiktives Kapital in Form von Aktien, sondern um echtes vom Versicherungsnehmer einbezahltes Geld, tragen die Versicherungsgesellschaften auch kein Risiko. Es drängt sich einem die Frage auf, warum die Versicherungsgesellschaften dann bankübliche Zinsen verlangen.
Man stelle sich folgendes Szenario vor!Jemand geht zu seiner Bank, hebt von seinem Sparbuch einen Geldbetrag ab und muss der Bank dafür Zinsen bezahlen. Die Welt würde sich an den Kopf fassen. Aber genau das ist das Problem bei einem Versicherungsdarlehen. Der Beleiher zahlt Zinsen auf sein eigenes Geld.
Natürlich stehen selbst bei so einem Argument die ganz Gescheiten auf und verweisen auf die geringen Zinsen beim Sparbuch. Was sie aber nicht sagen, ist die Tatsache, dass die Verzinsung einer Lebens- oder Rentenversicherung keinen deut besser ist.
Die garantierte Verzinsung wird ständig nach unten korrigiert und die prognostizierte Verzinsung erreicht in der Realität kaum die „schwarze Null"!
Die Kunden von Lebensversicherungen sind keine Anleger – Gemeinschaft wie man das von Bausparkassen kennt, vielmehr füllt Jeder für sich seinen Deckungstopf alleine auf und sollte eigentlich vom Gewinn der Gesellschaft etwas abbekommen. Aber das ganze Procedere stimmt hinten und vorne nicht. Kein Versicherungsnehmer weiß wirklich, was mit seinem Geld geschieht. Niemand kann die Kostenstruktur dieser Unternehmen nachvollziehen, aber jeder der vorzeitig kündigt, erfährt ein bitteres Erwachen, wenn keiner oder nur ein geringer Rückkaufswert ausbezahlt wird.
Wer seine Kapitallebens- oder Rentenversicherung vorzeitig kündigen muss, oder aus Vernunftgründen kündigen will, sollte auf jeden Fall ein Unternehmen beauftragen das mit juristischen Kündigungen die entsprechende Erfahrung hat.Das Verbraucherschutz Projekt Ciao LV bietet Ihnen hier seine Erfahrung, und Hilfestellung an. Informationen erhalten Sie unter
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Hans-Jürgen Bell
Vorstand
WORLD Consult Net
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