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(Online-Artikel.de) - Das Männlich’ weiß allzu oft und allzu gut/Eine Karikatur der Worte, die weiblich/männliche Spaltung verdeutlicht und Notwendigkeit der Versöhnung erfahren läßt
Auszug aus dem ersten Gedichtband "Du und Ich" vom Karlsruher Autor Rainer Sauer
Das Männlich' weiß allzu oft und allzu gut Genauestens, was es will Muß oft nach peinlich' Suchen Finden, daß auch dies, gesucht, gefunden Ein Relatives ist Das Weibliche möcht' im Gegenteil nicht selten Nicht wissen, was des weiblich Wissen ist Und muß vom Leben aufgeklärt sich eingestehen Daß da vieles Wissen schon vorhanden ist Männlich' Sicherheit gelockt vom Stolz Landet leichtfüßig im Unterholz Auf des Geistes Lichtung findet es sich dann Wenn Weibliches ihm erklang Wenn Männliches empfänglich wird, losgelöst vom Drang Wird Männliches stark und meisterlich Angewendet auf jeglichen Belang
Auch das Weibliche, dem Wissen gegenüber scheu Kann Männliches, bejahend gebraucht Selbst werden, auf weiblich Arte neu In der Lage wissend schaffend, sich verstehend Kann es dann willentlich mit Gewissen gehen In sich die weiblich eigene Wahrheit Pracht Sich schnell zum Führer und Berater macht Wenn männlich weiblich stärkt Weiblich männlich fruchtet Ist des Menschen göttlich Macht entlockt Vereinigung der Kräfte gefunden Einheit, die er suchte Ist der Stolz zu Wissen gebändigt Die Furcht zu Wissen beendigt Kann in Demut und mit gebürtigem Recht Des Schöpfers Kraft genutzt Sinnvoll, liebend, echt Wahre Kraft entsteht eben nur, das will ich meinen Wenn scheinbar Gegenkräfte sich vereinen.
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