Dass das Internet nicht mehr nur Erwachsene nutzen ist kein offenes Geheimnis mehr. Doch mit der Nutzung des Internets bei Kindern und Jugendlichen steigt zunehmend die Gefahr, alles andere als schöne Erfahrungen mit dem Netz zu machen.
Schauen wir uns doch einfach mal bei vermeintlich normalen und unbedenklichen Seiten um. Eines der besten Beispiele die mir dazu einfallen, ist die Kinder- und Jugendzeitung Bravo. Es gibt wohl kaum jemanden, dem dieser Begriff nichts sagt und dass die Bravo nicht gerade unbekannt für solche Skandälchen ist, ist auch nichts Neues. Aber das im Internet Bilder von eindeutigen Situationen dargestellt werden ist meiner Ansicht nach dann doch etwas zu viel des Guten. Natürlich gibt es auch andere Seiten für Nutzer in diesem Alter mit diesen Themen, allerdings wird dies dann mit Zeichnungen dargestellt. Das ist vielleicht auch nicht die beste Methode, aber es ist doch noch um einiges besser, als diese eindeutigen Fotos.
Gehen wir weiter zu einer Nachrichtenseite. Der Bild-Zeitung. Auch über den Ruf der Bild-Zeitung weiß so gut wie jeder Bescheid und es gibt eindeutig bessere Seiten als ausgerechnet diese, doch für den schnellen Überblick ist es manchmal dann doch ganz praktisch. Gut, meistens wird hemmungslos übertrieben und außerdem ist da noch das freundliche Bild-Girl von Seite 1. Und genau diese Mädchen gibt es eben auch im Internet mit Videos, wie diese Bilder entstanden sind. Auch das ist meiner Ansicht nach etwas, was nicht in Kinderzimmer gehört und trotzdem kann jeder Nutzer, egal wie alt, darauf zugreifen.
Und zum Schluss habe ich als Beispiel noch die Einkaufsseite Amazon.de, wo ich letztens nach Unterwäsche gesucht habe. Zu meiner großen Überraschung wurde ich dort mit Reizwäsche konfrontiert, die nicht an einer Mode-Puppe, sondern an einem richtigen Model präsentiert wird. Auch das ist wieder eine Seite, die sich jedes Kind anschauen kann.
Natürlich werden sich jetzt viele Leser fragen, warum ich dies weiß und vor allem, was ich auf solchen Seiten machen. Das kann ich sogar gut nach vollziehen, denn mir würde es an Ihrer Stelle nicht anders gehen, aber um einen Artikel zu schreiben muss man nun mal recherchieren, was ich auf diesem Weg gemacht habe.
Deswegen liebe Eltern, schützen Sie ihre Kinder, damit sie nicht mit solchen Dingen im Internet konfrontiert werden müssen.
18. März 2011, Désirée-Sophie Lepell