Mokume gane Trauringe mit Innengravur in der eigenen Handschrift
Mokume gane nennt sich die Kunst, aus geschichteten Edelmetallen einzigartig gemusterte Schmuckstücke herzustellen.Ausgangsmaterial für die Schmiedetechnik, die aus dem Japan des 17. Jahrhunderts stammt, sind unterschiedlich gefärbte Edelmetall-Platten. In einem aufwendigen Prozess werden diese Platten zunächst miteinander verschweißt und anschließend zu Schmuck-Unikaten verarbeitet, die mit ihren charakteristischen Mustern so ansprechend wirken.
Besonders gefragt sind dabei in dieser Kunst geschmiedete Trauringe. Durch die besondere Art ihrer Herstellung durch die Hand des spezialisierten Goldschmiedes kann sich das zukünftige Ehepaar sicher sein, wirklich einzigartige Ringe zu erhalten. Unzählige Mustervariationen und Material-Kombinationen stehen dem Brautpaar für ihre Ringe zur Auswahl, die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Auch die Innenseite der Ringe lässt sich mit attraktiven Mustern gestalten, was die Trauringe besonders ausdrucksvoll macht.
Nun stellt sich im Beratungsgespräch immer wieder die Frage:
Können Mokume-Trauringe graviert werden?
Da Ringe aus Mokume gane auch auf der Innenseite ihr Muster zeigen, sind sich manche Kunden unsicher, ob ihre Eheringe trotzdem graviert werden können. Einige überlegen sogar, ob sie nicht auf die Gravur – und damit auch auf ihre ganz persönliche Widmung - verzichten sollen. Dabei ist es gar kein Problem, die Gravur direkt auf dem Muster anzubringen. Der Fantasie sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt: vom eigenen Hochzeitslogo bis hin zu kleinen Sinnsprüchen ist alles möglich.
Eine perfekte Lösung hat Mokume gane Artist Markus Eckardt aus dem saarländischen Ensdorf für seine Trauringe entwickelt: Der Goldschmiedemeister kann bereits bei der Herstellung des Schichtblocks eine musterfreie Fläche anlegen. Durch eine spezielle Schmiedetechnik bleibt so eine Fläche auf der Innenseite der Trauringe frei und bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Gravur der Ringe.
Graviert werden Trauringe in seinem Hause übrigens stets mit einer Handgravur – eine alte Handwerkskunst, die heute kaum noch zu finden ist. Ganz besonders beliebt ist hierbei eine Gravur in der Handschrift der Brautleute, die ebenfalls mit einer Handgravur ausgeführt wird.
Mit dem Gravierwerkzeug, dem so genannten Stichel, wird die, zunächst mit einem Bleistift vorgezeichnete Schrift, zuerst vorgraviert. Anschließend erhält die Gravur mit einem breiteren Stichel ihre endgültige Kontur. Dies geschieht alles mit der freien Hand - ohne den Einsatz von elektrischen Gravierwerkzeugen.
Die Größe der Vorlage spielt dabei keine Rolle - der Graveur zeichnet sich getreu der Vorlage den Schriftzug auf die Innenseite der Ringe. Insgesamt entsteht so ein wahres Kunstwerk.
Sybille Gleim-Eckardt
www.mokume-saar.de