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Das Fertighaus: Solide, schön und voll im Trend

Autor: immobilo | Erstellt am: 10.02.2010 | Gelesen: 815
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Dank individueller Optik und optimierter Konstruktion machen Fertighäuser dem Massivbau Konkurrenz.

Es ist noch gar nicht lange her, da hatten Fertighäuser einen ziemlich schlechten Ruf. Sie wiesen qualitativ teilweise erhebliche Mängel auf und sahen sich alle sehr ähnlich, weshalb sich Haussuchende letztendlich häufig für die Massivbauvariante entschieden. In den letzten Jahren ist diesbezüglich jedoch viel passiert. Fertighausanbieter haben an ihren Produkten gearbeitet und in Sachen Konstruktion und Herstellung einiges zum Positiven verändert.

Für den Interessenten ist natürlich von Vorteil, dass diese konstruktiven Planungen schon im Vorfeld geschehen sind; zudem wurden die Wände bereits in der Fabrik gebaut und müssen nur noch geliefert und zusammengebaut werden. Der Bauverlauf ist somit deutlich kürzer als bei massiv errichteten Häusern, was wiederum eine Einsparung der Lohnkosten zur Folge hat. Diese sind in Deutschland ein erheblicher Kostenfaktor beim Bauen und je niedriger sie sind, desto preiswerter wird das Fertighaus für den Kunden.

Zudem wird immer mehr in eine optimierte Wärmedämmung investiert, die meist gleichwertig oder sogar besser ist als beim massiv gebauten Konkurrenten.

Der oberflächlichste, aber nicht selten ausschlaggebende Kritikpunkt an Fertighäusern ist die Optik. Den Herstellern wird fehlende Individualität durch standardisierte Haustypen vorgeworfen; auch an fantasievollen Details mangle es. Dem begegnen Fertighausproduzenten, indem sie immer mehr Arbeit in die Planung investieren und sich bemühen, schöne und einzigartige Designs zu entwerfen; einem Fertighaus sieht man heute nicht mehr an, dass es ein Fertighaus ist.

An die Spitze getrieben hat dies der New Yorker Stararchitekt Daniel Libeskind. Sein Ziel war es, die Begriffe „Fertighaus" und „Exklusivität" zusammenzubringen – was ihm, wie er mitten in der Kleinstadt Datteln im Ruhrgebiet präsentierte, auf originelle Weise gelang. Die Idee von einem „Leben im Kunstwerk" verwirklichte der Ex-Musiker unter anderem mit ungewöhnlichen spitzwinkligen Raumkörpern, einer Fassade aus Zink und wandhohen Fenstern. Leisten können sich ein solches Schmuckstück allerdings nur sehr finanzkräftige Interessenten: das Fertighaus Marke Libeskind kostet eine stolze Summe von zwei bis drei Millionen Euro.

Eine weitaus preisgünstigere Variante stellt das IKEA-Fertighaus BoKlok dar, das in Skandinavien schon seit Mitte der neunziger Jahre auf dem Markt ist und in Deutschland dieses Jahr erstmals verkauft werden soll. Die Reihen- oder Mehrfamilienhäuser im skandinavischen Stil sind in einer Holzrahmenbauweise gefertigt und entsprechen hohen Energiestandards – ein Aspekt, der in Zeiten des Klimawandels und steigender Kosten für Energie und Wärme eine große Rolle spielt.

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