Das
Dirndl war einmal die traditionelle Arbeitskleidung der Mägde, die im Alpenvorland und der Alpenregion auf den Höfen sich ihr täglich Brot und eine Unterkunft verdienten und sonst nicht viel hatten, außer der Hoffnung, dass sie irgendwann einmal mit einem anderen Bauer einen eigene Hof bewirtschaften würden. Deren Arbeitskleidung –
das Dirndl – fand irgendwann aber auch Einzug in die Sommerbekleidung der Oberschicht, da diese auf dem Land schon damals gerne den Sommer verbrachte. War die Dirndltracht lange Zeit nur ein Bekleidungsstück, das in der Alpenregion weit verbreitet war, erlebte es dadurch dass viele Designer dieses Bekleidungsstück für sich entdeckten und daraus die schönsten Kreationen zauberten. Deren „Werke" können heute in so manchem dirndlshop im Internet gekauft werden.
Auch die Kreationen der Designer – zu erwerben in einem dirndlshop – haben dabei die wichtigsten Merkmale eines Dirndls behalten, auch wenn sie von Form und Schnitt her, sowie vom Muster so gar nichts mehr gemein haben mit den Klassikern von einst. Und zwar ein enges Miederoberteil und einen tiefen Ausschnitt (entweder rund oder rechteckig), sowie eine weiße, puffärmelige Bluse, die darunter getragen wird. Der weite Rock, der in der Taille in Stäbchenfalten gelegt ist und die kontrastreiche Schürze runden das Kleid dann schließlich ab.
Was ein Designer-Dirndl aus dem dirndlshop dabei von anderen klassischen Dirndl unterscheidet sind die Muster und Farben und natürlich die Stoffe, die das eigentliche Design ausmachen.
Ganz klar abgrenzen tun sich Designer von Edels-Dirndl allerdings zur sogenannten Landhausmode, denn nach der traditionellen Auffassung sind Dirndl und Landhausmode „Lichtjahre voneinander entfernt", wobei letztlich beiden letztlich im Bezug auf die Tradition im Gegensatz zur Tracht gänzlich der Hintergrund fehlt.