Blutdruckmessgeräte
Longuich, den 25.05.2011. In vielen Arztpraxen gehört das Messen des Blutdrucks zur Routinekontrolle bei jedem Patienten. Denn Bluthochdruck, oder arterielle Hypertonie, ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann, aber häufig nur anhand von Stichprobenmessungen überhaupt erst diagnostiziert wird. Leidet ein Patient unter arterieller Hypertonie und wird entsprechend behandelt, wird ihm oft vom Arzt zur Messung der Blutdruckwerte im häuslichen Bereich geraten, so dass viele Patienten auch zu Hause regelmäßig und selbstständig ihre Blutdruckwerte kontrollieren.
Für Arzt und für Patient gibt es verschiedene Arten von
Blutdruckmessgeräten, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Für häusliche Messungen eignet sich am besten ein vollautomatisches Blutdruckmessgerät. Ein solches Blutdruckmessgerät misst den Blutdruck auf Knopfdruck und bedarf keiner großen Einweisung oder Ausbildung. Vollautomatische Blutdruckmessgeräte sind für das Handgelenk oder den Oberarm erhältlich. Die Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk sind meist deutlich günstiger, aber durch die häufig fehlerhafte Anwendung eher ungenau. Oberarm-Blutdruckmessgeräte sind genauer, da die Messung am Oberarm weniger Fehlerquellen birgt. Bei Ihnen ist die Manschette, im Gegensatz zu einem Handgelenk-Blutdruckmessgerät, nicht fest mit dem Gerät verbunden, das Oberarm-Blutdruckmessgerät besteht vielmehr aus mehreren Teilen. Die Oberarmmanschette ist durch ein Kabel mit dem Blutdruckmessgerät verbunden, dadurch können bei den meisten Geräten die Manschetten je nach Armumfang getauscht werden. Die Messung mit einem Oberarm-Blutdruckmessgerät ist sehr einfach, allerdings muss der Oberarm für die Messung frei gemacht werden.
Im Arztpraxen und Krankenhäusern finden neben vollautomatischen Oberarm-Blutdruckmessgeräten vor allem manuelle Blutdruckmessgeräte Verwendung. Diese bestehen aus einer Oberarm-Manschette, einem Schlauch und einem Manometer. Die Blutdruckmessung wird meist mit Hilfe eines Stethoskops auskultatorisch durchgeführt. Diese Art der Blutdruckmessung ist bei korrekter Durchführung sehr genau und wird deswegen von vielen Ärzten bevorzugt.
Neben der Stichprobenmessung können auch Blutdrucktagesprofile erstellt werden. Hierfür werden Langzeit-Blutdruckmessgeräte verwendet, die über 24 Stunden hinweg in vorprogrammierten Intervallen Blutdruckmessungen durchführen und die Werte zur späteren Durchsicht speichern. Diese Art der Blutdruckmessung bietet sich nicht nur an, um die Wirkung der medikamentösen Therapie zu kontrollieren, sondern auch um eine mögliche Weißkittelhypertonie zu diagnostizieren, bei der die Blutdruckwerte lediglich bei Arzt- oder Klinikbesuchen erhöht, im häuslichen Umfeld aber im Normbereich sind.
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S.Zenner