Nur noch wenige Monate im Bayern-Dress: Lukas Podolski
Im Sommer 2006 hatte Lukas Podolski sicher vor, bei Bayern München zum Weltklassestürmer zu reifen. Doch schon kurz nach seinem Wechsel taten sich die ersten Wolken auf. Warum ist er gescheitert bzw. war der damalige Wechsel überhaupt die richtige Entscheidung? Inzwischen hat er, nach andauernden Querelen, die Freigabe erhalten um im Sommer nach Köln zurückzukehren. Vorher soll er jedoch den verletzungsgeplagten Münchnern doch noch einmal aus der Patsche helfen.
So kann's gehen. Aufgrund der Ausfälle von Klose und Toni soll Podolski in den nächsten Wochen plötzlich die erste Geige im Sturm der Münchner Bayern spielen. Nun ist auch Jürgen "the opportunist" Klinsmann wieder ganz nett zu ihm. Noch vor zwei Monten hätte man alles Geld der Welt darauf gesetzt, dass Podolski die gesamte Rückrunde auf der Tribüne erleben darf, doch nun findet er sich auf einmal in der Startelf wieder. "Poldi is back" - und wie es scheint, kann er seine Qualitäten zum ersten Mal während seiner Bayern-Zeit annähernd ausspielen. Das Ende des Hickhacks um seinen Wechsel zum 1. FC Köln scheint Podolski befreit zu haben. Mit seinem Doppelpack im Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Sporting Lissabon ebnete er den Weg zu einem historischen Sieg.
War es richtig von Lukas Podolski zum FC Bayern zu wechseln?
Ja! Ein Spieler der Güteklasse Podolski war von Köln zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr zu halten. Er musste den Weg nehmen, den ein junger deutscher Superstar zu gehen hat:
Sich bei einem großen Verein, sprich dem FC Bayern München, durchzusetzen.
Wer ist Schuld am Scheitern?
Hier müssen sich beide Parteien Vorwürfe gefallen lassen. Mit der Verpflichtung von Podolski haben die Bayern einen Spieler geholt, bei dem sie von Anfang an wussten, dass er Spielpraxis, Einsätze und vor allem Vertrauen benötigt, um seine Leistung abzurufen. Dies hat er, sofern man dies medial beurteilen kann, weder von Trainern, noch von den Vereinsoberen erhalten. Aber auch bei Podolski selbst hatte man bisweilen das Gefühl, dass er sich in München nie 100%ig wohlfühlte und auch (deshalb?) leistungstechnisch nie an seine Grenzen ging.
Ist die Rückkehr nach Köln ein Rückschritt in der Profikarriere des Lukas Podolski?
Ja und Nein! Wenn man sein vorhandes Potential betrachtet wäre eine "normale" Superstar-Karriere möglich gewesen. Vom FC über den FC Bayern zu einer europäischen Top-Mannschaft. Allerdings ist "Prinz Poldi" kein "normaler" Typ. Er polarisiert durch seine offene Art, die man genauso als Naivität auslegen kann. Damit hat man es in München besonders schwer. Ferner liebäugelte er, zum Ärger der Bayern-Bosse, stets mit der Rückkehr in seine geliebte rheinische Heimat. Offenkundig hat er von Beginn an die Situation an der Säbener Straße mit dem harten Konkurrenzkampf sowie der Münchner Medienlandschaft unterschätzt. Die Rückkehr ist für ihn aber nicht nur ein Rückschritt. Nun kann er sich in gewohnter Umgebung auf das wesentliche konzentrieren: Tore schießen und Spaß haben!
Den Sprung zum Weltklassestürmer hat er jedoch (vorerst) verpasst!
Seid Ihr der Meinung Poldi hat (immer noch?überhaupt?) das Potenzial zum Weltklassemann?
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Autor: chievo2002