Solides Fundament
Sind innovative Technologiemärkte erst einmal verloren, können sie nur sehr schwer wieder zurückerobert werden. Unter anderem geht es um Changemanagement, Entscheidungstechnik, Innovationsmanagement, Lebenszyklusanalyse, Portfolioinstrumente, Wissensmanagement, Potenzialanalyse, Zielkosten, Rentabilität, Cash Flow, Investitionsrechnung.Es ist eine herausragende Aufgabe der Unternehmensführung, Faktoren abzubauen, die das Innovationsgeschehen hemmen, und Bedingungen zu schaffen, die es begünstigen. Erfolgreiche Innovationen sind aber nicht nur besser, sondern auch schneller am Markt und beim Kunden. Mit Hilfe eines Innovationsaudit wird zunächst der Ist-Zustand ermittelt, um die Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und gezielte Veränderungen einzuleiten. Die Entwicklung neuer Produkte, besserer Prozesse oder Dienstleistungen erfordert das Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen und Funktionsbereiche. Hierfür wird ein effizientes Projektmanagement benötigt, das die zunehmende Komplexität beherrschbar macht und die Wissensintegration zwischen den Fachgebieten wirkungsvoll unterstützt. Eine breite Palette von weiteren Maßnahmen im Konzept der Wissensbilanz wird behandelt bei Becker, Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 9783837075649.
Mit Hilfe der Amortisations-Payback-Rechnung wird die Zeitspanne gemessen, die notwendig ist, um eine Investition zu amortisieren, d.h. durch Bargeldrückfluss abzuzahlen. Dies ist die Zeitdauer, die bis zur Wiedergewinnung der Anschaffungsausgabe aus den Einnahmeüberschüssen des Projektes verstreicht. Wenn der Bargeldrückfluss für jedes Jahr einheitlich ist, kann die Payback-Periode durch die Teilung der Investition mit dem jährlichen Cash flow errechnet werden. Aufgrund der Durchschnittsbildung könnte der Fall eintreten, dass für ein Projekt eine sehr kurze Pay-off-Dauer errechnet wird, obwohl alle Einzahlungsüberschüsse erst gegen Ende der Nutzungsdauer anfallen. Entscheidend für die Projektbeurteilung ist nicht nur die absolute Zeit der Rückgewinnungsdauer in Jahren. Diese ist zusätzlich zur technischen Lebenserwartung oder der geplanten Nutzungsdauer des Projektes ins Verhältnis zu setzen. Daraus ergibt sich die relative Pay-off-Dauer als aussagefähigerer Maßstab. Die Amortisationsrechnung wird in der Praxis sowohl zur Beurteilung einer einzelnen Investition als auch zum Alternativenvergleich herangezogen.
Bei Einzelprojekten lässt sich lediglich ermitteln, ob die Anschaffungsausgabe innerhalb der geplanten Nutzungsdauer zurückgewonnen werden kann. Zwar ist damit noch keine rechnerische Aussage über die Wirtschaftlichkeit möglich. Eine solche wird dadurch gewonnen, dass sich in der Praxis oft branchenspezifische Erfahrungswerte herausgefiltert haben, welche darauf hinweisen, ob ein Projekt als wirtschaftlich anzusehen ist, beispielsweise: die Pay-off-Periode darf maximal 50% der geplanten Nutzungsdauer betragen.
Für Entscheider stehen bei dieser Art der Rechnung grundsätzliche Sicherheitsziele, weniger exakt quantifizierbare Einkommensziele, im Vordergrund der Betrachtung. Eine breite Palette von weiteren Maßnahmen im Konzept der Wissensbilanz wird behandelt bei Becker, Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 9783837075649.
Jörg Becker
www.beckinfo.de