marktgerechte Produkte und Leistungen
Der Target Costing Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, seinen Kunden marktgerechte Produkte und Leistungen innerhalb eines marktgerechten Preisrahmens anzubieten. Begleitende Themen hierzu sind u.a. Amortisationsrechnung, Paybackrechnung, Branchenanalyse, SWOT-Analyse, Konkurrenzanalyse, Economiv Value Added, Kundenscore, Kunden-Deckungsbeitragsrechnung oder Key Account Management.
Die Unternehmensplanung muss zunächst Zielsegmente und -kunden identifizieren, in den Zielsegmenten die eigene Zielposition definieren, in dem Zielsegment die Anforderungen der Kunden an das Produkt, den Service und den Preis herausfinden, sowohl für das eigene Produkt als auch für Konkurrenzprodukte die Produktleistung und den Produktnutzen ermitteln, für das Gesamtprodukt und für einzelne Produktfunktionen kundennutzenorientiert den optimalen Preis ermitteln und hieraus die bei diesem Preis erzielbaren Absatzmenge und Zielgewinne ableiten. Bei der operativen Umsetzung stellt sich dann damit oft als Problem heraus, dass die vom Markt erlaubten Kosten geringer als die bisherigen Standardproduktkosten des Unternehmens sind und somit aus dieser Lücke ein Kostenreduktionsbedarf entsteht. Damit müssen die tatsächlichen und potenziellen Kunden schon in einem sehr frühen Stadium in die Produktkonzeption und Preisbildung einbezogen werden. Vor dem Hintergrund der umfassenden Konzepte für Wissensbilanzen wurden von Jörg Becker einige Studien erarbeitet: Vgl. beispielsweise Becker, Jörg: Marketingcontrolling und Intellektuelles Kapital – Profile und Portfolios für Wissensfaktoren, ISBN 9783837071320 oder Becker, Jörg: Strategie-Check und Wissensbilanz – Wirkungsbeziehungen transparent machen, ISBN 9783837073058 oder Becker, Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung – Maßnahmenpotentiale identifizieren und ausloten, ISBN 9783837075649.
Die Wirkungskette von Kundenbindung und Produktivität: Ausgangspunkt des Target Costing ist die Markt- und Kundenorientierung. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass man wettbewerbsfähige Kosten nicht einfach durch Kontrolle erreichen kann, sondern dass Kosten demgegenüber während der gesamten Lebensdauer eines Produktes aktiv gestaltet und geplant werden müssen. D.h. Target Costing ist: marktorientiertes Zielkostenmanagement, immer auf Produktstückkosten bezogen, ein bereits in der Produktdefinitionsphase ansetzender Planungs- und Steuerungsprozess, die Preis- und Funktionsbestimmung durch potenzielle Kunden, die Transformation von Funktionskosten in Komponenten- und Teilekosten sowie die organisierte Zusammenarbeit von Marketing, F+E, Produktion, Logistik und Zulieferern. Ohne marktorientiertes Zielkostenmanagement besteht die Gefahr, dass: vom Kunden nicht vergütete Produktfunktionen z.T. aufwendig realisiert werden, marktnotwendige Produktfunktionen Mit High-Cost-Design umkleidet werden, die definierten Qualitätsmerkmale und deren Kosten nicht dem Anforderungsprofil des Kunden entsprechen, höhere Faktorkosten nicht frühzeitig auf Substitutions- und Reduktionsmöglichkeiten hin untersucht werden und Prozessabläufe nicht systematisch auf Vereinfachung und Optimierung hin analysiert werden. Der Planungsprozess ist somit gekennzeichnet durch das Spannungsfeld von Marktrestriktionen einerseits und betriebswirtschaftlichen Unternehmensrestriktionen andererseits. Vgl. ergänzend hierzu auch Becker, Jörg: Marketingcontrolling und Intellektuelles Kapital – Profile und Portfolios für Wissensfaktoren, ISBN 9783837071320 oder Becker, Jörg: Strategie-Check und Wissensbilanz – Wirkungsbeziehungen transparent machen, ISBN 9783837073058.
Jörg Becker
www.beckinfo.de